Wirtschaftskrise und Wettbewerb

HTC erwartet schwaches Schlussquartal

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Der taiwanische Smartphone-Hersteller HTC hat seine Prognose für das vierte Quartal drastisch zusammengestrichen.
Das HTC "Titan" mit Windows Phone 7.5 "Mango"
Das HTC "Titan" mit Windows Phone 7.5 "Mango"
Foto: HTC

HTC hat seine Umsatzerwartung um bis zu 23 Prozent reduziert und führt dabei die weltweite Wirtschaftskrise sowie steigenden Konkurrenzdruck durch vor allem Apple und Samsung als Gründe an. Die Einnahmen im vierten Quartal sollen ungefähr auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums (104 Milliarden New Taiwan Dollar oder umgerechnet 3,4 Milliarden US-Dollar) liegen, wie die Finanznachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf eine HTC-Börsenmeldung berichtet. Im vergangenen Monat hatte HTC noch Erlöse von 125 Milliarden bis 135 Milliarden NTD in Aussicht gestellt. Die neue Prognose bedeutet gleichzeitig den ersten sequentiellen (= gegenüber dem vorhergehenden Vierteljahr) Umsatzrückgang seit fast zwei Jahren.

HTC will außerdem seine geplante Übernahme des US-amerikanischen Grafikspezialisten S3 Graphics für 300 Millionen Dollar auf den Prüfstand stellen. S3 hat gerade eine Kartellklage gegen Apple bei der US-Außenhandelskommission ITC verloren und wird damit für HTC nahezu wertlos. HTC baut Smartphones mit den Betriebssystemen Android (Google) und Windows Phone (Microsoft) und war im vergangenen Quartal zum US-Marktführer bei Smartphones aufgestiegen.