First Look mit Android 2.3.4

HTC enthüllt 3D-Topmodell Evo 3D

29.06.2011
Von Jakob Ginzburg
In Istanbul präsentierte HTC erstmals das kommende Multimedia-Spitzenmodell HTC Evo 3D. Es handelt sich um ein Smartphone mit 3D-Bildschirm, 3D-Kamera und der neuesten Android-Version 2.3.4. Lesen Sie, wie sich das Gerät im ersten Test schlägt.

Das für den europäischen Markt entwickelte HTV Evo 3D unterscheidet sich nur geringfügig von der amerikanischen Variante. So ist der Rahmen, der die beiden Linsen der 3D Kamera zur Schau stellt, aus goldfarbenem Alu gefertigt, während das US-Modell auf weinrot setzt. Der Akku-Deckel ist aus weichem Plastik, welches mit einer geriffelten Gummierung versehen wurde und einen besseren Halt in der Hand und auf glatten Flächen bietet soll.

Auf der Frontseite befindet sich der 3D-Bildschirm, bei dem HTC wegen dem Parallaxen -System auf die moderne Krümmung, wie sie beim HTC Sensation zum Einsatz kam, verzichten musste. Das Evo 3D ist dadurch aber nur geringfügig dicker als das Sensation. Leider spiegelt das Smartphone nicht dieselbe Hochwertigkeit wider, wie man sie bei der ersten Berührung mit einem HTC Sensation spürt. Nichtsdestotrotz ist das HTC Evo 3D sehr leicht und liegt sehr gut in der Hand.

Trotz frühem Entwicklungsstadium lief die gezeigte Betriebssystemversion Android 2.3.4 erstaunlich stabil und schnell. Hier verspricht HTC bei den finalen Geräten sogar noch weitere Verbesserungen, sobald beide Prozessoren aktiv vom OS angesprochen werden. Wer bei Android 2.3.4 auf NFC-Unterstützung gehofft hat, wird vom Evo 3D enttäuscht – HTC hält sich beim Thema Near Field Communication derzeit noch dezent zurück.

Angetrieben wird das Evo 3D vom Qualcomm MSM8260 Dual-Core Prozessor. Der Akku ist mit 1730 mAh überdurchschnittlich groß. Im Vergleich zum Sensation wurde der Arbeitsspeicher auf 1 GB erhöht. Der integrierte Datenspeicher liegt weiterhin bei 4 GB, von denen aber nur 1,13 GB für den freien Gebrauch verfügbar sind.

Das Augenmerk des Evo 3D liegt natürlich auf der 3D Technologie, mit der Stand- und Bewegtbilder in 3D aufgenommen und wiedergegeben werden können. Das gelingt HTC erstaunlich gut, erfordert aber das Einhalten von bestimmten Regeln. So sollte das Smartphone möglichst auf Augenhöhe gehalten werden, um Geisterbilder zu vermeiden. Qualitativ sehenswerte Aufnahmen gelingen bei Objekten oder Räumlichkeiten, je weiter diese von der 3D-Kamera entfernt sind.

In der Praxis waren die Bilder von guter Qualität und der 3D-Effekt verleiht dem ganzen einen gewissen „WOW“-Effekt. Doch noch ist es zu früh, um ein positives Fazit zu ziehen. HTC muss und will dem Evo 3D mehr Features spendieren, um die Liste der Kaufargumente zu füllen. So ist geplant, den digitalen Filmverleih HTC Watch mit einigen 3D-Filmen zu bestücken, Google Maps wird neben einigen Gameloft Spielen ebenfalls auf 3D setzen.

Natürlich kann zwischen einer 2- und 3D Aufnahme geschaltet werden. In beiden Fällen wird mit 720p gefilmt, wobei HTC durch ein Update der Firmware sogar 1080p ermöglichen will. Anders als bei den derzeitigen HTC Smartphones verbaut das Unternehmen beim Evo 3D einen Kamerabutton, der ebenfalls wie der 2D/3D-Switch aus Aluminium gefräst wurde.

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