Slider-Smartphones im Vergleich

HTC Desire Z gegen Dell Venue Pro

Moritz Jäger ist freier Autor und Journalist in München. Ihn faszinieren besonders die Themen IT-Sicherheit, Mobile und die aufstrebende Maker-Kultur rund um 3D-Druck und selbst basteln. Wenn er nicht gerade für Computerwoche, TecChannel, Heise oder ZDNet.com schreibt, findet man ihn wahlweise versunken in den Tiefen des Internets, in einem der Biergärten seiner Heimatstadt München, mit einem guten (e-)Buch in der Hand oder auf Reisen durch die Weltgeschichte.
Wer viele E-Mails schreibt, bevorzugt oftmals Smartphones mit physischer Tastatur. COMPUTERWOCHE vergleicht den HTC Desire Z mit dem Dell Venue Pro - und klärt, ob Android oder Windows Phone 7 besser abschneidet.

Früher war die Welt für mobile E-Mail-Nutzer einfach: Wer eine BlackBerry-Umgebung zur Verfügung hatte, griff zu einem Smartphone von RIM - die meisten anderen nutzten ein Nokia-Gerät, etwa den Communicator. Inzwischen hat nahezu jeder Hersteller, mit Ausnahme von Apple, ein Smartphone mit vollständiger QWERTZ-Tastatur im Angebot. Zwei aktuelle Smartphones sind das HTC Desire Z und das Dell Venue Pro. Beide bieten zwar eine vollständige QWERTZ-Tastatur - dort enden aber die Gemeinsamkeiten: Während HTC beim Desire Z auf Android 2.2.1 (FroYo) setzt, kommt beim Dell Venue Pro Windows Phone 7 zum Einsatz. Bei beiden Geräten dominiert der Touchscreen, das Desire Z bietet 9,4 cm kapazitiven Bildschirm, das Dell-Gerät ist mit 10,4 cm ein bisschen größer. Zudem wirken die Farben beim Venue Pro deutlich knackiger, was am verwendeten OLED-Bildschirm liegt.

Slider im Vergleich: Links das Venue Pro, rechts das Desire Z.
Slider im Vergleich: Links das Venue Pro, rechts das Desire Z.
Foto: Dell / HTC

Das Highlight und zugleich wichtigste Komponente für Vielschreiber sind die Tastaturen: Das Desire Z lässt sich seitlich aufschieben, darunter kommt die QWERTZ-Tastatur im Querformat zum Vorschein. Die Tasten sind leicht gummiert und angenehm groß, so dass selbst Nutzer mit größeren Fingern kaum Probleme haben. Insgesamt stehen 40 Tasten zur Verfügung, die zum größten Teil mit alternativen Funktionen wie Satzzeichen oder Systemfunktionen belegt sind. Sobald man die Tastatur herauszieht, schaltet das Display ins Querformat um - das dauert weniger als eine Sekunde.

Beim Dell Venue Pro dagegen lässt sich die Tastatur am unteren Ende herausziehen, die Anzeige bleibt im hochkant-Format. Allerding bleibt dadurch deutlich weniger Platz als beim HTC-Gerät. Dell behilft sich mit weniger Tasten, die QWERTZ-Tasten sind auf 37 Knöpfe verteilt. Auch wenn die einzelnen Tasten kleiner sind, trifft man sie noch immer gut und kann damit auch längere Texte besser als mit der virtuellen Tastatur verfassen.

Eine Sache fällt auf: Sowohl HTC wie auch Dell haben die Geräte gut ausbalanciert - egal ob ausgeschoben oder geschlossen, sie liegen gut in der Hand, der Schwerpunkt ist so gesetzt, dass sie nicht aus der Hand kippen.

Auch von der Hardware-Seite aus gesehen, nehmen sich die beiden Geräte nicht viel: UMTS, HSDPA, Bluetooth und WLAN - alle wichtigen Komponenten sind mit an Bord. Das Dell Venue Pro bringt 16 GByte an internem Speicher für Daten, Apps und Multimedia-Inhalte mit - beim HTC Desire Z stehen etwas mehr als ein GByte an Speicher zur Verfügung, dazu kann man aber Micro-SD-Speicherkarten mit bis zu 32 GByte einsetzen.