Verdacht auf Geheimnisverrat

HSH Nordbank suspendiert IT-Vorstand Frank Roth

Karriere in der IT ist ihr Leib- und Magenthema - und das seit 18 Jahren. Langweilig? Nein, sie endeckt immer wieder neue Facetten in der IT-Arbeitswelt und in ihrem eigenen Job. Sie recherchiert, schreibt, redigiert, moderiert, plant und organisert.
Die schwer angeschlagene Landesbank beurlaubt ihr Vorstandsmitglied Frank Roth mit sofortiger Wirkung.

Seit Juli 2008 verantwortete der studierte Informatiker die Bereiche Revision, Personal und IT bei der HSH Nordbank. "Der Präsidialausschuss hat in seiner heutigen Sitzung Sachverhalte zur Kenntnis genommen, die bei vorläufiger Bewertung eine weitere Zusammenarbeit mit Frank Roth als Mitglied des Vorstands unzumutbar machen", erklärte HSH-Aufsichtsratschef Wolfgang Peiner.

Unter Verdacht: Frank Roth, bislang IT-Vorstand der HSH Nordbank
Unter Verdacht: Frank Roth, bislang IT-Vorstand der HSH Nordbank

Laut Berichten des Magazins "Focus" stehe der 49-jährige Roth schon länger in Verdacht des Geheimnisverrates und soll auch kürzlich ein fingiertes Papier zur Neuausrichtung der Bank an Externe weitergegeben haben. Zu diesen Vorwürfen nahm die Bank bislang noch nicht Stellung. Allerdings wolle der Aufsichtsrat die zur Aufklärung dieser Sachverhalte notwendigen Schritte einleiten.

Der 49-jährige Roth begann seine Karriere bei Daimler-Benz und wechselte später zu Bosch, der Hypovereinsbank und der Investmentbank Dresdner Kleinwort.