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HPs Unix-Pläne

21.06.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - HP wird die Clustering- und Filesystem-Erweiterungen aus Compaqs Unix-Derivat "Tru64" im Jahr 2004 in sein HP-UX übernehmen. Eingebaut werden sollen sie einem Bericht von "Computerwire" zufolge in die zweite Version von HP-UX, die sowohl auf PA-RISC- als auch auf Intels Itanium-Architektur läuft. Damit lebt Compaqs von Digital übernommene Unix- und Alpha-Expertise auch nach der erneuten Übernahme fort.

Gegenwärtig gibt es zwei Versionen von HP-UX - Version 11i für die PA-RISC-Architektur und das kürzlich angekündigte 11i v1.6 für den Itanium 2. Diese werden 2003 zu einer Version v2 zusammengeführt, die dann auf PA-RISC und IA-64 läuft. Hier wird HP auch erstmals seine Technik für Selbstheilung und -Tuning (analog zu IBMs "Project Eliza") einbauen und bis zu 128 CPUs skalieren. "TruCluster" und das Journaling Filesystem von Compaq-Seite werden dann 2004 in Release v3 integriert (ab diesem Zeitpunkt wird HP auch den Tru64-Bestandskunden den Umstieg empfehlen). Ein Jahr später folgt dann ein weiteres Update mit der zweiten Phase der Selbstverwaltungstechnik.

OpenVMS, das andere auf der Alpha-Plattform populäre HP/Compaq-Betriebssystem, wird bekanntlich ebenfalls auf den Itanium portiert. Bei kommerziellen Anwendungen versucht der Konzern sicher zu stellen, dass diese ebenfalls portiert werden. Die Reaktion der ISVs (Independent Software Vendors) auf dieses Ansinnen war nach Angaben Vice President Rich Macello bislang recht positiv. (tc)