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HP: Zwangsurlaub und/oder Gehaltskürzung

02.07.2001
Die Mitarbeiter von Hewlett-Packard sollen bis Ende Oktober entweder 14 Tage Urlaub nehmen oder alternativ zehn freie Tage und fünf Prozent weniger Gehalt oder sechs Urlaubstage und zehn Prozent weniger Lohn akzeptieren.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Hewlett-Packard dreht weiter eifrig an der Kostenschraube. In der vergangenen Woche forderte das Unternehmen einen Tribut von seinen Mitarbeitern. Diese sollen bis Ende Oktober entweder 14 Tage Urlaub nehmen oder alternativ zehn freie Tage und fünf Prozent weniger Gehalt oder sechs Urlaubstage und zehn Prozent weniger Lohn akzeptieren. Die Teilnahme am Sparprogramm ist allerdings "absolut freiwillig". Laut Konzernsprecherin Suzette Stephens ist diese Maßnahme keineswegs ungewöhnlich: Schon seit den 60er Jahre setze HP die kreative Urlaubsplanung ein, um Kosten zu senken. National Semiconductor und Dell hatten zuvor bereits ähnliche Programme aufgelegt.

Vor allem in dieser Woche, die mittig praktisch vom Independence Day unterbrochen wird, häufen sich in der amerikanischen IT-Branche zudem zwangsweise verhängte Betriebsferien. Unter anderem schicken Sun, Compaq, Adobe, Applied Materials und Xilinx ihre Belegschaft mehr oder weniger komplett nach Hause.