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HP-Zahlen: Hurd sieht Raum für Verbesserungen

18.05.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Hewlett-Packard (HP) hat in den ersten sechs Monaten und im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres in den meisten Geschäftsbereichen zugelegt. Besonders beeindruckend war die Gewinnentwicklung bei PCs.

Dagegen gab es bei der wichtigen Druckersparte einen Gewinnrückgang. Hewlett-Packard ist der weltgrößte Druckerhersteller und der zweitgrößte PC-Anbieter. Firmen wie Lexmark und dessen Reseller Dell machen Hewlett-Packard bei Druckern zu schaffen. Dort gibt es heftige Preiskämpfe. Dell ist der PC-Branchenführer.

Der von NCR gekommene neue Konzernchef Mark Hurd sprach von einem "soliden Quartal". Trotzdem lasse die Gesamtleistung noch Raum für eine Besserung, betonte er. Hurd hatte Carly Fiorina abgelöst. Die ehemalige Hewlett- Packard-Chefin musste im Februar den Hut nehmen, nachdem sie die angestrebten geschäftlichen Ergebnisse nach dem Kauf von Compaq Computer im Jahr 2002 nicht voll realisieren konnte. Hurd hatte sein Amt im März angetreten.

Hewlett-Packard hat in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2004/2005 einen Gewinn von 1,9 Milliarden Dollar (umgerechnet 1,5 Milliarden Euro) verbucht gegenüber 1,8 Milliarden Dollar im Vorjahr. Dies gab das Unternehmen mit Sitz in Palo Alto (Kalifornien) am Dienstag nach Börsenschluss bekannt.

Der Halbjahresgewinn pro Aktie erreichte 65 (59) Cent. Der Umsatz erhöhte sich in dem am 30. April beendeten Sechsmonatsabschnitt kräftig auf 43 (Vorjahresvergleichszeit: 39,6) Milliarden Dollar.

Der Quartalsumsatz legte um sieben Prozent auf 21,6 Milliarden Dollar zu. Hewlett-Packard verdiente im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 966 (884) Millionen Dollar oder 33 (29) Cent je Aktie.

Dabei stockte die Gesellschaft den Umsatz in der Region Europa/Naher Osten/Afrika um zehn Prozent auf 9,1 Milliarden Dollar auf. Hewlett-Packard setzte in Nord- und Südamerika 8,8 Milliarden Dollar um, plus vier Prozent. Die Gesellschaft legte in Asien um neun Prozent auf 3,6 Milliarden Dollar zu.

Der Umsatz der PC-Sparte erhöhte sich um sechs Prozent auf 6,4 Milliarden Dollar. Hewlett-Packard steigerte dabei den Desktop-Umsatz nur um ein Prozent, während der Notebook-Umsatz um zehn Prozent höher ausfiel. Der operative Gewinn der PC-Sparte verdreifachte sich auf 147 (44) Millionen Dollar.

Die Druckersparte erhöhte ihren Umsatz um fünf Prozent auf 6,4 Milliarden Dollar. Der operative Gewinn fiel allerdings deutlich auf 814 (952) Millionen Dollar. Die Gesellschaft verwies unter anderem auf Belastungen von 71 Millionen Dollar für Personalabbau und Preisaktionen im Hardware-Sektor.

Hewlett-Packard verbuchte mit Servern und Speicherprodukten einen Quartalsumsatz von 4,2 Milliarden Dollar, plus sechs Prozent. Der operative Gewinn der Sparte erhöhte sich deutlich auf 184 (119) Millionen Dollar. Bei Dienstleistungen betrug der Umsatz vier Milliarden Dollar oder 14 Prozent mehr als im zweiten Quartal des vorangegangenen Geschäftsjahres. Der operative Gewinn fiel auf 292 (332) Millionen Dollar.

Hewlett-Packard erwartet für das dritte Quartal einen Umsatz von 20,3 bis 20,7 Milliarden Dollar und einen Gewinn von 29 bis 31 Cent je Aktie. In der Gewinnprognose sind sechs Cent je Aktie für Personalabbau und andere Sonderfaktoren enthalten. (dpa/tc)