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HP will verstärkt in Speicher-Management investieren

18.05.2006
HP will beim Information-Lifecycle-Management (ILM) eine Führungsrolle übernehmen. Weitere Firmenzukäufe sind deshalb nicht ausgeschlossen.

Nach den guten Quartalsergebnissen, die kürzlich vorgelegt wurden, will Hewlett-Packard (HP) weiter investieren und zwar in Software, genauer gesagt in Programme und /oder Firmen, die einen Beitrag zur Datenverwaltung leisten können. Nach Meinung von Francesco Serafini, Chef von Hewlett-Packard in Europa (Emea), wird die Company das Softwaregeschäft ausbauen, das rund 1,3 Milliarden Dollar in die Kassen spült. "Ein Bereich, den wir mögen, ist das Information-Lifecycle-Management, denn er ergänzt sehr gut unser Portfolio. Wir wollen in diesem Bereich eine ähnliche Führungsrolle übernehmen, wie wir sie beim Identity Management innehaben."

In jüngster Zeit hat sich HP durch die Übernahme von Outerbay Technologies im Februar und App-IQ Ende 2005, bereits mit Speicherprogrammen verstärkt. Outerbay liefert Lösungen für die Datenbankarchivierung. Im Prinzip geht es darum, die aktiven Datenbanken zu optimieren: Daten, auf die wenig zugegriffen wird, sollen auf kostengünstigere Speicher ausgelagert und so der Zugriff auf den aktive Datenbestand verbessert werden. App-IQ hat sich auf die Entwicklung von Programmen zum Verwalten von Speicherressourcen (SRM) spezialisiert. Diese Lösung sieht HP als zentrales Verwaltungsprogramm für virtualisierte Speicherumgebungen. Das Programm soll an das hauseigene System-Management-Tool "Openview" angepasst und auch die alte Plattform "Tru 64", Bandarchive, Nearline- und iSCSI-Speicher einbinden.

Als potenzielle Übernahmekandidaten nennen Marktbeobachter Hersteller von Lösungen für permanente Datensicherung (CDP = continuous data protection) wie das Startup-Unternehmen Mendocino Software mit dem HP im vergangenen Jahr einen OEM-Vertrag abgeschlossen hat. Auf dem gleichen Betätigungsfeld tummelt sich das Softwarehaus Revivio, das ebenfalls als möglicher Übernahmekandidat genannt wird. Es wird allerdings spekuliert, dass Revivio die Aufmerksamkeit von IBM erweckt hat. (kk)