Business Process Outsourcing

HP will Markt für Prepaid-Kreditkarten anschieben

20.04.2011
Ima Buxton arbeitet als freie Redakteurin in München. Sie schreibt schwerpunktmäßig zu Strategie- und Trendthemen.
Anzeige  HP bietet für den Finanzsektor ein zentrales Verwaltungsportal für Prepaid-Kreditkarten an, das die Prozesse im Backoffice erheblich vereinfachen soll. Der bislang wenig bearbeitete Markt birgt aus Sicht von HP erhebliches Potenzial.
Foto: Fotolia, Fotokalle

HP will mit einer zentralen Plattform Banken und ihren Kunden die Verwaltung von Prepaid-Kreditkarten erleichtern. Die standardisierte Plattform soll die Abwicklung sämtlicher Kernprozese von der Bestandsverwaltung bis zum Transaktionsmanagement ermöglichen. Mit den HP Prepaid Card Services will der IT-Dienstleister seine Cards und Payments Services erweitern und damit seine Position im Finanzsektor mit umfangreichen Lösungen rund Kredit-, Debit- und jetzt auch Prepaid-Karten ausbauen. Die Karteninhaber können im Rahmen der neuen Lösung über ein Online-Portal auf die Plattform zugreifen und ihre selbst Karten verwalten. Damit sollen aufwändige Prozesse, wie das Aktivieren und Aufladen der Karten über einen Callcenter entfallen.

Prepaid-Markt bedient ein breites Publikum

Der Vorteil für die Banken soll vor allem in der Reduzierung der Gesamtbetriebskosten durch die Vereinheitlichung und Standardisierung sämtlicher Prozesse im Prepaid-Geschäft liegen. HP geht davon aus, dass die Kredithäuser auf diese Weise Kreditkarten auf Guthaben-Basis günstig anbieten und sich so neue Märkte erschließen können. Prepaid-Kreditkarten sind aus Sicht von HP ein vielversprechendes Marktsegment, da die ausgebenden Institute auf Bonitätsprüfungen verzichten und somit ein breites Publikum vom Einzelkonsumenten bis zum Großunternehmen ansprechen. Auch Jugendliche oder Menschen mit unregelmäßigem Einkommen kämen danach in den Genuss eines Zahlungsmittels, dessen Nutzung ihnen sonst häufig verwehrt bleibt.

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