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HP will im April "ePC" ausliefern

11.02.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Wie die Konkurrenten IBM und Compaq will nun auch Hewlett-Packard (HP) am vermeintlichen Boom mit niedrigpreisigen und abgespeckten PCs teilhaben. Hierzu wird das Unternehmen im April 2000 einen PC vorstellen, dessen Codename "ePC" lautet.

HPs Rechner wird mit den Windows-Varianten NT, 98 oder 2000 zu haben sein. An Prozessoren stehen entweder Intels Celeron- oder Pentium-III-Chips zur Verfügung. AMD-CPUs wolle man nicht anbieten, weil Geschäftskunden sich mit "Intel-Produkten wohler fühlen". Die HP-Maschinen werden ohne Diskettenlaufwerk geliefert, sind aber optional mit einem CD-ROM- oder DVD-Laufwerk zu haben. Außerdem besitzen sie eine Festplatte. Komponenten können sowohl über eine Parallel- und eine serielle Schnittstelle andocken als auch über zwei USB-Ports.

Bei diesen Spezifika stellt sich natürlich die Frage, was an solch einem Gerät noch schlank sein soll und was es entscheidend von einem herkömmlichen "fetten" PC unterscheidet. Ganz sicher der Preis: HP hat sich diesbezüglich zwar noch nicht eindeutig geäußert. Ähnlich den Angeboten von IBM und von Compaq dürfte dieser aber nach Meinung von Experten um 500 Dollar pendeln.

Compaq hatte im Januar zwei "Ipaq"-Modelle vorgestellt, die sich von dem HP-System vor allem dadurch unterscheiden, dass Compaq herkömmliche Schnittstellen wie serielle oder parallele Ports überhaupt nicht mehr anbietet, sondern nur noch USB-Ports. IBM andererseits hatte vor Tagen - Infonet berichtete ausführlich - eine neue Strategie für seine PC-Gruppe angekündigt und dabei auch seine neuen "schlanken" PCs wie etwa die Modelle "Luxor" und "Stardust" vorgestellt.