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HP will durch PC-Auftragsfertigung Kosten sparen

18.01.2002
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der IT-Konzern Hewlett-Packard (HP) verhandelt derzeit mit dem Auftragsfertiger Sanmina-SCI über den Verkauf seiner PC-Fabrik im französischen Isle D'Abeau. Mit diesem Schritt will HP weitere Einsparungen in seinem gebeutelten PC-Segment erzielen. Bis dato hat das US-Unternehmen zwar seine Consumer-PC-Fertigung fast komplett ausgelagert, von seinen Notebooks, Business-Computern und Lowend-Servern werden jedoch noch über 50 Prozent intern produziert. Nach dem Verkauf der französischen Fabrik, der letzten verbleibenden europäischen Fertigungsstätte von HP, würden mehr als 90 Prozent aller PC-Produkte extern fallen. Danach befänden sich nur noch vier Fabriken im asiatisch-pazifischen Raum sowie zwei in Südamerika im Besitz von HP.

Der kalifornische Konzern, der 1993 mit dem Outsourcing begann, ist vor allem aufgrund seiner geplanten Übernahme von Compaq Computer darum bemüht, seine Kosten zu senken und die Aktionäre positiv zu stimmen. Die umstrittene Akquisition bedarf noch der Zustimmung der Kartellbehörden sowie der Aktionäre.

Erst vor einer Woche hatte auch IT-Schwergewicht IBM einen ähnlichen Deal verkündet. Big Blue hat fast die komplette Produktion seiner "Netvista"-PCs an Sanmina-SCI ausgelagert. Der Auftragswert beträgt fünf Milliarden Dollar über einen Zeitraum von drei Jahren (Computerwoche online berichtete). (ka)