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HP verspricht günstigere RZ-Kühlung

29.11.2006
Hewlett-Packard will seine neu entwickelte Kühlung für Rechenzentren jetzt auch an Kunden vermarkten. Es verspricht eine Senkung der Energiekosten um 25 bis 45 Prozent.

Die Kühlung von Rechenzentren wird zunehmend zu einem "heißen" Thema, weil die Anwender immer mehr Server kaufen, die starke Abwärme produzieren (zum Beispiel die dicht gepackten Bladeserver). Für die Klimatisierung eines Rechenzentrums gehen nach Angaben von HP inzwischen 60 bis 70 Prozent der Stromkosten drauf, mehr als für den Betrieb der Rechner.

Zwar arbeiten natürlich auch die Serverhersteller an Systemen, die weniger Abwärme produzieren. HP dagegen will die Stromkosten auch bei der Nutzung vorhandener Hardware und Air-Conditioning-Systeme reduzieren.

Es hat dazu ein Netz von Sensoren entwickelt, die an jedem Server im Data Center angebracht werden. Sie erfassen kontinuierlich die Temperatur der Maschinen und den resultierenden Kühlungsbedarf basierend auf Faktoren wie dem Workload jedes Servers. Diese Informationen senden sie dann an einen Rechner mit spezieller Management-Software, die dann die Geschwindigkeit der Lüfter der Klimananlage und die Temperatur der von ihnen verteilten Luft steuert.

Gegenwärtig werde die Temperatur ganzer Computerräume unnötig tief gehalten und damit Energie vergeudet, erklärte HPs Markteting Director Steve Cumings. Mit der granulareren "Dynamic-Smart-Cooling"-Technik (DSC) seiner Firma könne ein mittelgroßes RZ seinen Energiebedarf um 30 Prozent senken und damit geschätzte rund eine Million Dollar pro Jahr sparen.

HP will Dynamic Smart Cooling ab dem kommenden Sommer für Anwender der eigenen Systeme, aber auch anderer Rechner anbieten. Der Energieversorger Pacific Gas & Electric aus Nordkalifornien wird seinen Kunden Rabatte einräumen, wenn sie DSC nutzen. (tc)