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HP und Dell teilen sich die PC-Krone

15.01.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) – Sowohl Dell als auch Hewlett-Packard (HP) können sich im PC-Rennen als Gewinner fühlen. Im weltweiten Vergleich sicherten sich die Texaner den Spitzenplatz für das Gesamtjahr 2003, während HP das vierte Quartal für sich entscheiden konnte. Insgesamt stieg die Zahl der von Oktober bis Dezember verkauften Systeme (Desktops, Notebooks, PC-Server) laut IDC um 15,2 Prozent auf 44,6 Millionen Stück. Aufgrund einer anderen Messmethode hat Gartner eine Wachstumsrate von zwölf Prozent auf 48,4 Millionen Computer ermittelt. Der Trend der vorläufigen Zahlen ist jedoch gleich – 2003 war ein gutes Jahr für viele der größeren PC-Hersteller.

HP lieferte laut IDC im Dezember-Quartal 7,5 Millionen Rechner aus, 21 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Dell landete mit 7,2 Millionen Stück auf dem zweiten Rang (plus 20 Prozent). Gartners Zahlen sind hier ähnlich. Im Gesamtjahr kam Dell nach IDC-Berechnungen auf 25,8 Millionen Stück, was einem Wachstum von 25 Prozent entspricht. HP hingegen steigerte sich nur um 14,5 Prozent auf 25 Millionen Einheiten. Gartners absolute Zahlen liegen leicht darunter. Da sich zudem das Geschäft mit Unternehmenskunden belebt hat, konnte auch IBM von der positiven Entwicklung profitieren. Big Blue rangierte sowohl im vierten Quartal als auch im Gesamtjahr 2003 auf dem dritten Platz.

Doch herrscht im PC-Markt längst nicht nur eitel Sonnenschein: Wegen des anhaltenden Preisverfalls stagnierten die Umsätze, Steigerungen sind nicht drin. So nahmen die Hersteller 2003 laut IDC mit insgesamt 152,6 Millionen verkauften Rechnern zusammen 175 Milliarden Dollar ein. Im Vorjahr hatten die Unternehmen den gleichen Betrag mit nur 136,7 Millionen verkauften Systemen erwirtschaftet. Im Jahr 2000 waren mit 140 Millionen verkauften Computern noch stattliche 226 Milliarden Dollar umgesetzt worden. (ajf)