Betriebskosten halbiert

HP schließt dreijährigen IT-Umbau ab

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Hewlett-Packard (HP) hat in den vergangenen drei Jahren die hauseigene IT massiv umgebaut.

Damit sei es gelungen, die IT-Betriebskosten nahezu zu halbieren, erklärte der Konzern aus Palo Alto (Kalifornien). Die Restrukturierung begann, nachdem Randy Mott im Juli 2005 als neuer CIO (Chief Information Officer) zu HP gestoßen war. Nach drei Jahren ist das Unternehmen nun so weit gediehen, dass es gegenüber vor dem Umbau mehr als eine Milliarde Dollar jährlich einspart - das war auch so angepeilt worden.

CIO Randy Mott ist der Herr über die interne IT von Hewlett-Packard (HP).
CIO Randy Mott ist der Herr über die interne IT von Hewlett-Packard (HP).

Im Jahr 2005 hatte HP noch etwa vier Prozent vom Umsatz für die interne Informationstechnik ausgegeben. 2009 sollen es bereits weniger als zwei Prozent sein. Erreicht wurde das unter anderem durch die Zusammenlegung von zuvor 85 Rechenzentren in nur mehr sechs an drei Standorten. Diese sind natürlich erweiterbar, um künftiges Wachstum mitzumachen. Außerdem wurde die Zahl der internen Applikationen von vorher mehr als 6000 auf rund 1500 eingedampft.

Den jährlichen Stromverbrauch seiner Data Center konnte HP nach eigenen Angaben um 60 Prozent senken. Dabei wurde die Zahl der eingesetzten Server um 40 Prozent verringert bei gleichzeitiger Steigerung der Rechenleistung um 250 Prozent. Die Netzkosten wurden um 50 Prozent gesenkt und trotzdem die Bandbreite verdreifacht. Last, but not least wurden mehr als 700 Data Marts abgeschafft und durch ein unternehmensweites Data Warehouse ersetzt.

Wie andere Hersteller auch geriert sich HP vermehrt "grün" - früher in diesem Jahr hat es etwa angekündigt, den Energieverbrauch seiner verkauften Rechner bis zum Jahr 2010 um 25 Prozent zu reduzieren.