Tinten-Kombi mit Touchscreen

HP Photosmart Plus B209a im Test

17.02.2010
Von Ines  Walke-Chomjakov
Das Besondere am Multifunktionsgerät HP Photosmart Plus B209a: Es besitzt WLAN und lässt sich per Touchscreen bedienen. Wir hatten das All-in-One im Test.

HP Photosmart Plus B209a: Testbericht

Besonderheiten des HP Photosmart Plus B209a
Das Multifunktionsgerät bietet einen Touchscreen: Damit lässt es sich auch ohne PC bedienen. Das Display kann man allerdings nicht klappen. Außerdem ist es mit einer Diagonale von 6,1 Zentimetern recht klein: Die Bedienflächen fallen auf dem Schirm daher schmal aus, was zu Fehleingaben führt. Dafür ist das Menü übersichtlich aufgebaut und die Touchscreen-Oberfläche reagiert schnell.

Tempo des HP Photosmart Plus B209a
In den Geschwindigkeits-Test hinterließ das All-in-One ein uneinheitliches Bild: Im Drucken und Kopieren war es ordentlich schnell. Das unterstreichen 55 Sekunden für zehn Seiten im Textdruck oder 21 Sekunden für eine Schwarzweißkopie. Beim Scannen bremste sich das HP Photosmart Plus B209a dagegen selbst. Der Grund: Auch wenn man nur eine Vorschau will, führt das Gerät einen kompletten Scan durch. Außerdem benötigte es schon fürs Übertragen der Scandaten an den Rechner sehr viel Zeit. Das zeigen mäßige Tempo-Ergebnisse wie 19 Sekunden für die Vorschau oder 37 Sekunden für den Farbscan.

Qualität des Photosmart Plus B209a
Die Schwarzdeckung der Ausdrucke und Kopien war in Ordnung. Hier spielte die pigmentierte Schwarztinte ihre Stärke aus. Allerdings erkannten wir durch die Lupe Tintenspritzer an den Buchstabenrändern. Das verringert die Lesbarkeit vor allem bei Texten auf Normalpapier. Dafür erzeugte das All-in-One leuchtende, in sich stimmige Farben. Selbst schwierige Bereiche wie Hauttöne bewältigte es ohne störenden Farbstich. Die Test-Scans zeigten nichts Auffälliges außer recht starken Rottönen.

Verbrauch des HP Photosmart Plus B209a
Das Multifunktionsgerät nutzt einen Vierfarbdruckkopf, der von den einzelnen Tintentanks getrennt ist. Im günstigsten Fall - bei Patronen mit hoher Reichweite - kommen wir auf Seitenkosten von 3,7 Cent für das schwarzweiße und 7,2 Cent für das farbige Blatt - nicht gerade niedrig. Laut Datenblatt zieht der Photosmart Plus B209a 2,6 Watt im Ruhemodus. Im Test maßen wir dagegen 3,4 Watt. Ausgeschaltet zog das HP Photosmart Plus B209a noch 0,6 Watt - das ist nicht viel, aber es geht besser.

Ausstattung des HP Photosmart Plus B209a
Das Multifunktionsgerät druckt, scannt und kopiert. Die Haupt-Papierzufuhr ist auf maximal 125 Blatt ausgelegt. Außerdem bietet das HP-Modell ein Fach für Fotopapier, das bis zu 20 Blatt fasst und auf Medien bis 13 x 18 Zentimeter beschränkt ist. Die ausziehbare Papierablage ist im letzten Stück extrem schmal und somit wackelig. Drahtlos lässt sich das HP Photosmart Plus B209a über WLAN (802.11g/b) ansteuern. Am Rechner hängt das Gerät per USB. Gut: HP liefert das entsprechende Kabel mit. An der Gerätevorderseite finden sich ein Pictbridge-Port, um direkt von einer Digitalkamera zu drucken, sowie Einschübe für Speicherkarten. Sie decken die gängigen Formate ab, außer Compact Flash (CF).

Handhabung des HP Photosmart Plus B209a
Das Scanbett des Multifunktionsgeräts ist etwas nach vorne geneigt. Das ist praktisch, wenn man das Gerät beispielsweise ins Regal stellen will. Allerdings lässt sich der Scandeckel an den Scharnieren nicht anheben: Dicke Vorlagen wie Bücher lassen sich deswegen nur schwer einlegen. Über das Bedienpanel lassen sich Schnellformulare abrufen - das ist praktisch, denn so ist beispielsweise Notizpapier schnell zur Hand.

Fazit: Das HP Photosmart Plus B209a ist gut zu Hause aufgehoben. Dort macht seine Ausstattung mit WLAN und Touchscreen besonders viel Sinn. Außerdem erledigt das Multifunktionsgerät Alltagsaufgaben zuverlässig und hochwertig, wenn auch - insbesondere beim Scannen - nicht wirklich schnell. Für das Gebotene ist der Kaufpreis durchaus günstig - die Folgekosten allerdings nicht.

Alternativen zum HP Photosmart Plus B209a
Das Canon Pixma MP640 bewegt sich im vergleichbaren Preisbereich. Das Multifunktionsgerät kommt dann in Frage, wenn Ethernet-Schnittstelle und integrierte Duplex-Einheit benötigt werden.
Auch das Lexmark Prospect Pro205 ist ein vergleichbares Kombigerät. Hier ist die Fax-Funktion das hauptsächliche Unterscheidungskriterium.