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HP hält sich zur Fiorina-Nachfolge bedeckt

17.03.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Patricia Dunn, seit der Entlassung von Carleton Fiorina als Firmenchefin Interims-Chairwoman von Hewlett-Packard (HP), hat sich auf einem Analystentreffen des Unternehmens zugeknöpft zur Frage der Fiorina-Nachfolge geäußert. Sie ließ sich nur zu der Bemerkung herab, man sei bei der Suche auf einem guten Weg, HP sei erfreut über den in dieser Angelegenheit gemachten Fortschritt. "Wir sind heute, wo wir zu sein erwartet haben", zitiert das US-Wirtschaftsblatt "Wall Street Journal" die HP-Managerin Dunn mit deren etwas nebulöser Aussage.

Dunn sagte ferner, man habe Fiorina entlassen, weil sie es seit ihrer Inthronisation als HP-Chefin nicht geschafft habe, das Unternehmen "neu zu erfinden". Zudem sei es ihr nicht gelungen, aus der im Jahr 2002 vollzogenen Fusion mit Compaq Computer das erhoffte Wachstum zu generieren. Die HP-Managerin bestätigte, dass das Board weiter darauf konzentriert sei, einen Kandidaten von außerhalb des Konzerns zu finden.

Kritik von Seiten der Investoren und Aktionäre wurde auch laut an der Abfindungsregelung für Fiorina. Einer der Investoren sagte: "Es scheint so zu sein, dass man eine umso höhere Abfindung bekommt, je schlechter man seinen Job gemacht hat." Dunn erwiderte diese Kritik mit der Aussage, Fiorina habe das bekommen, was in solchen Fällen jeder bei HP erhalten würde. (jm)