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HP bringt erstmals Business-PC mit AMDs Athlon XP

19.08.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - HP kündigt heute einen neuen Business-PC an, der den "Athlon XP" von Advanced Micro Devices (AMD) als CPU verwendet und in den USA weniger als 700 Dollar kostet. Der "Compaq Evo D315" nutzt außerdem Nvidias "nForce"-Grafikchipsatz. Eine Basiskonfiguration mit "Athlon XP 2000+" (1,67 Gigahertz physikalische Taktung), 128 MB DDR-SDRAM-Hautpspeicher, 20-GB-Festplatte und CD-ROM-Laufwerk kostet inklusive Betriebssystem Windows XP Home Edition 649 Dollar und mit XP Professional 699 Dollar; für beide Varianten gibt es zur Einführung außerdem 100 Dollar Rabatt.

Zielgruppe für den Athlon-PC sind zunächst kleine und mittlere Unternehmen. Kevin Knox, Director Enterprise Segment Marketing und Business Development North America bei AMD, ist sich sicher, dass "dieses spezielle Produkt im kommerziellen Deskop-Markt in Sachen Preis-Leistungsverhältnis neue Maßstäbe setzen wird". Zuvor kostete HPs günstigster Business-PC - der "Evo 310" mit 2 Gigahertz schnellem Pentium 4 - 710 Dollar. Ob und gegebenenfalls wann der Evo 315 auch hierzulande erscheint, ist noch nicht bekannt.

Rob Enderle von der Giga Information Group weist darauf hin, dass ein niedriger Hardwarepreis in Zeiten gedeckelter IT-Budgets und durch veränderte Lizenzen steigender Softwarekosten von steigender Bedeutung sei. Louis Kim, Director of Marketing für HPs Business-PCs vermutet deshalb wachsendes Interesse an AMDs günstigeren Prozessoren: "Wir haben Daten von Analysten vorliegen, denen zufolge AMD bereits rund ein Fünftel des Business-Markts bedient" - und das, obwohl bislang keiner der großen globalen Hersteller die CPUs verbaut.

Insider berichten unterdessen, dass AMD noch in diesem Monat neue schnellere Versionen des "Athlon XP" auf den Markt bringt. Geplant seien ein Modell "2400+" sowie ein "2600+". Der gegenwärtig schnellste "2200+" taktet physikalisch mit 1800 Megahertz. Außerdem prüfe der Hersteller eine Beschleunigung des Frontside-Busses, über den die CPU Daten mit dem Arbeitsspeicher austauscht, von bislang 266 auf 333 Megahertz. Konkurrent Intel wird im kommenden Monat seinen Pentium 4 in einer 2,8 Gigahertz schnellen Ausführung vorstellen. Derzeit ist bei 2,53 Gigahertz das Ende der Fahnenstange erreicht. Es wird erwartet, dass AMD kurz darauf mit seinem "Athlon XP 2800+" kontert. (tc)