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HP bietet in Entwicklungsländern Multiuser-PC unter Linux an

12.07.2004

Hewlett-Packard (HP) hat speziell für Entwicklungsländer ein PC-Angebot kreiert, mit dem das Unternehmen nun zunächst in Südafrika insbesondere auf den Erziehungsbereich abzielt. Das Modell "441" läuft unter Linux. Der Clou an dem Angebotspaket ist, dass ein PC bis zu vier Monitore, Tastaturen und Mäuse ansteuert und mit Rechenleistung versorgt. HP glaubt mit dieser Offerte insbesondere wirtschaftlich unterentwickelten Ländern ein sehr preisgünstiges Angebot machen zu können.

Jeder Benutzer eines 441-Systems kann ohne Einschränkung an dem Gerät wie an einem normalen PC arbeiten. Hierzu gehört auch, im Internet zu surfen, E-Mails zu schreiben etc. HP gibt an, die Multiuser-Lösung komme den Kunden allein bei den Anschaffungskosten bis zu 30 Prozent billiger als eine Ein-Platz-Maschine. Bei den Unterhaltskosten seien sogar Einsparungen von bis zu 60 Prozent möglich. HP liefert die Systeme zusammen mit 70 Softwarepaketen aus, die Ausbildungszwecke abdecken.

Das kalifornische Unternehmen hat dabei laut Maureen Conway, als Vice President für Entwicklungsländer zuständig, ein großes Marktsegment im Auge. Bis heute würden rund 90 Prozent der Weltbevölkerung noch keinen Zugang zu Technikprodukten haben. HP, so Conway weiter, habe diese Versorgungslücke als Chance für sich entdeckt, um Produkte zu entwickeln, die speziell auf die Bedürfnisse von Benutzern in Entwicklungsländern zugeschnitten sind. (jm)