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HP attackiert Ciscos Basis

05.02.2007
Mit dem Schlagwort "Adaptive Networks" will das Unternehmen Cisco Marktanteile abjagen.

Ehrgeizige Ziele hat sich John McHugh, Vice President und General Manager von HPs Netzwerk-Division Procurve, gesetzt: Er will schneller wachsen als der Markt und dadurch dem Platzhirsch Cisco Anteile abnehmen. Ein Aufgabe, für die sich McHugh gut gerüstet sieht, zumal die Analysten von Gartner seinem Unternehmen erst 2006 im Magic Quadrant für Global Campus LAN die Rolle des Herausforderers zusprachen.

Im Vergleich zur Konkurrenz fährt HP beim Adaptive Networking einen komplett anderen Ansatz: Während viele Netzhersteller die Intelligenz in zentrale Controller für Sicherheitsaufgaben, Zugangskontrolle und weitere Funktionen verlagern, ist man bei HP davon überzeugt, dass diese Aufgaben bereits in den Access-Switches auf Port-Basis erledigt werden sollten. "Auf diese Weise", so ist McHugh überzeugt, "sind die Anwender nicht nur flexibler, sondern reduzieren auch die Komplexität des Netz-Management." So werden beispielsweise in Netzen, die auf Adaptive Networks basieren, die Identität eines Users, seine Zugriffsrechte und seine benötigten Ressourcen in einem personalisierten Profil hinterlegt. Durch dieses Profil bleibt der Zugriff laut dem HP-Manager auf die Netzwerkstruktur konstant und unabhängig vom Aufenthaltsort des Users erhalten: im Büro, beim Kunden oder via Fernzugriff - egal ob über kabelgebundene oder drahtlose Verbindungen.

Zudem, so McHugh weiter, sei ein IT-Administrator mit HPs Ansatz flexibel genug, um ein Netz trotz sich ständig ändernder Anforderungen mittelfristig ohne große Neuinvestitionen zu betreiben. Glaubt man dem HP-Manager, so liegt die durschnittliche Lebenszeit eines gut konzipierten Netzes heute bei sieben bis zehn Jahren, dann sei die Technik komplett veraltet. (hi)