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HP-Arbeiter in Idaho sind gegen Fusion mit Compaq

26.02.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Knapp zwei Drittel (63 Prozent) von Hewlett-Packards (HPs) Mitarbeitern, die in der Niederlassung in Boise, Idaho, arbeiten, haben sich gegen die geplante Fusion mit Compaq ausgesprochen. Das geht aus einer Studie des Marktforschungsunternehmens Field Research hervor, die David Packard, Sohn des Firmenmitbegründers gleichen Namens, in Auftrag gab. Zusammen mit Walter Hewlett lehnt er die Fusion ab. In der Studie wurden 235 Arbeiter befragt. Rund 39 Prozent von ihnen lehnen den Deal nachdrücklich ab, 24 Prozent sind teilweise dagegen. Auf positive Resonanz stößt die Fusion lediglich bei 26 Prozent der HP-Mitarbeiter, wovon nur neun Prozent den Deal stark befürworten. Elf Prozent sind unentschieden.

Von den Mitarbeitern, die den Deal ablehnen, erklärten 30 Prozent, dass sie kein Vertrauen in HPs Top-Management oder den Verwaltungsrat hätten. Rund 38 Prozent bereitet der zwangsläfig intensivere Einstieg ins margenarme PC-Geschäft Sorgen. Vor kurzem erst hatte auch Walter Hewlett eine Studie in der HP-Fabrik in Corvallis, Oregon, durchführen lassen, die zu ähnlichen Ergebnissen kam (Computerwoche online berichtete).

HP-Sprecherin Rebecca Robboy kritisierte die von Packard in Auftrag gegebene Studie als wenig aufschlussreich und nicht repräsentativ. Schließlich beschäftige man in Boise insgesamt 3500 Mitarbeiter, die zudem ausschließlich im Drucker- und Imaging-Bereich tätig seien. HP betreibe jedoch noch andere Geschäftszweige. "Wir stellen ferner die Objektivität der Untersuchung in Frage, da die Ansichten von David Packard bekannt sind". Und der habe die Studie schließlich in Auftrag gegeben. (ka)