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Hotmail: Facelifting im zweiten Versuch

19.07.2001
Nach technischen Schwierigkeiten musste Microsoft gestern ein Update seines Browser-basierten Mail-Dienstes stoppen. Inzwischen läuft alles. Wichtigste Neuerung ist ein flexiblerer Spam-Filter.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Eigentlich wollte Microsoft die rund 110 Millionen Nutzer seines kostenlosen, Web-basierten Messaging-Dienstes Hotmail gestern früh mit einem neu gestalteten Service überraschen. Daraus wurde aber erst einmal nichts - aufgrund nicht näher spezifizierter technischer Probleme musste das Update zunächst wieder rückgängig gemacht werden. Mittlerweile läuft aber alles wie gewünscht.

Die wohl wichtigste Neuerung betrifft den integrierten Junk-Mail-Filter, ohne den Hotmail-Nutzer mittlerweile - im Vergleich etwa zu GMX - regelrecht in unerwünschter Werbung ersticken würden. Dieser sieht nun drei Stufen vor. Deren härteste, "Exklusiv" genannt, lässt nur noch Mails von Absendern durch, die im Adressbuch eingetragen sind. Außerdem werden die aussortierten Müll-Mails jetzt alle zwei Wochen automatisch gelöscht. Das ist bequem - unbequem ist dafür das neue, an den MSN Explorer angelehnte Layout der Startseite, die nicht mehr den Posteingang anzeigt. Diesen erreicht man erst durch Klick auf den entsprechenden Reiter. Hotmail ist ferner polyglotter geworden und unterstützt ab sofort ein rundes Dutzend Sprachen; neu hinzugekommen sing Niederländisch und Schwedisch.