Web

"manager magazin"

Holtzbrinck findet keinen Käufer für VZ-Netzwerke

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Die Stuttgarter Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck hat einem Medienbericht zufolge ihre Hoffnung aufgeben müssen, die VZ-Netzwerke kurzfristig zu verkaufen.

Das "manager magazin" berichtet vorab aus seiner morgen erscheinenden Ausgabe, Konzernchef Stefan von Holtzbrinck (48) habe die Investmentbank Goldman Sachs angewiesen, die Suche nach einem Käufer für die VZ-Gruppe vorerst einzustellen, die weit hinter ihren Wettbewerber Facebook zurückgefallen ist.

Weder unter Medienunternehmen noch privaten Investoren im In- und Ausland hatte es demnach akzeptable Gebote gegeben. Holtzbrinck hatte Anfang 2007 für die Online-Community 85 Millionen Euro bezahlt und später durch MeinVZ und SchülerVZ erweitert.

StudiVZ, dessen Mitgliederzahl schrumpft, werde in diesem Jahr voraussichtlich einen Gewinn ausweisen, heißt es weiter. In spätestens drei Monaten solle die Website relauncht werden. Ein Holtzbrinck-Manager wird mit den Worten zitiert: "Es kann niemandem recht sein, wenn der Markt durch Facebook monopolisiert wird, das beim Datenschutz keine Rücksichtnahmen kennt."