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Jahresbilanz

Hohe Werbekosten drücken Gewinn bei United Internet

21.03.2013
Beim Internetdienstleister United Internet drücken hohe Aufwendungen für den Ausbau der Zukunftsfelder auf den Gewinn.
Zentrale von United Internet in Montabaur, Westerwald
Zentrale von United Internet in Montabaur, Westerwald
Foto: United Internet

Unter dem Strich stand 2012 ein Konzernergebnis von gut 108 Millionen Euro nach rund 162 Millionen Euro im Jahr zuvor, wie das Unternehmen in Montabaur mitteilte. Unter anderem schlugen Werbekosten für das Geschäft mit Baukästen für Webseiten und die Finanzierung neuer Anwendungen negativ zu Buche.

Außerdem machten sich Abschreibungen bei der Tochter Sedo bemerkbar. Wegen enttäuschender Geschäfte mit Werbung auf brachliegenden Internetseiten von Sedo schrieben die Montabaurer 46,3 Millionen Euro ab. Dagegen verbuchte United Internet (1&1, GMX und Web.de) auf der Habenseite knapp 18 Millionen Euro durch den Verkauf von Freenet.

Gründer Ralph Dommermuth ist auch nach 25 Jahren noch nicht amtsmüde.
Gründer Ralph Dommermuth ist auch nach 25 Jahren noch nicht amtsmüde.
Foto: United Internet

Den Umsatz hat United Internet im vergangenen Jahr auf eine neue Bestmarke gesteigert. Die Erlöse kletterten im Vergleich zum Vorjahr um 14,4 Prozent auf knapp 2,4 Milliarden Euro. Auch in diesem Jahr ist ein hohes Umsatzplus von zehn Prozent geplant.

Unternehmensgründer Ralph Dommermuth, zugleich größter Anteilseigner, hat nach 25 Jahren als Chef keine Pläne für einen Rücktritt. "Es ist aber wichtig, einen Stellvertreter zu haben, für den Fall, dass einem etwas passiert", sagte er am Donnerstag in Frankfurt. Zum Jahreswechsel war Robert Hoffmann neben Finanzvorstand Norbert Lang und Firmenchef Dommermuth in den Vorstand aufgerückt. Er gilt als Kronprinz von Dommermuth. (dpa/tc)