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Hoffnungsschimmer für Global Crossing

07.03.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Knapp einen Monat nach der Pleite von Global Crossing (Computerwoche online berichtete) zeigen sich einige Unternehmen an einer Übernahme und Sanierung des bankrotten Carriers interessiert. Am Montag war bekannt geworden, dass die auf Übernahmen spezialisierte Gores Technology Group ein Angebot für den in einem Konkursverfahren befindlichen Breitband-Carrier vorbereitet. Das vom Sanierungsspezialisten Alec Gores geführte Unternehmen ist laut Presseberichten bereit, erheblich mehr als die von Hutchison Whampoa und der Singapore Technologies Telemedia gebotenen 750 Millionen Dollar für 79 Prozent der Anteile zu zahlen. Ebenfalls bekundete am Mittwoch die von Alecs Gores Bruder Tom geleitete Platinum Equity ihr Interesse. Beide wollen bis nächste Woche ein konkretes Angebot abgeben.

Der Carrier mit Sitz in Hamilton, Bermudas, hat inzwischen erste Schwierigkeiten seine Geschäftstätigkeit aufrechtzuerhalten. So verklagte Global Crossing nach Angaben der "Los Angeles Times" den konkurrierenden Netzwerkbetreiber XO Communications, da dieser ihm den Netzwerkzugang verweigert hatte. Es handelt sich dabei um die erste große Serviceunterbrechung für die Global-Crossing-Kunden. Im Rahmen der Klage fordert der Netzbetreiber eine unverzügliche Wiederherstellung des Dienstes für die über 120 betroffenen US-Kunden, die ihren Netzwerkzugang über XO-Leitungen erhielten. Der Carrier vermutet hinter der Serviceeinstellung einen Racheakt, nachdem Global Crossing seinerseits dem ebenfalls angeschlagenen Konkurrenten XO aufgrund einer nicht bezahlten Rechnung am 28. Februar die Verbindung kappte. (mb)