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Hochverfügbarkeit für Windows Server 2003 angestrebt

07.02.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Microsoft hat Technologien, Programme und Dienste angekündigt, durch die sich die Ausfallzeiten des Windows-2000-Nachfolgers Windows Server 2003 verkürzen sollen, der für April angekündigt ist. Wichtigste Neuerungen sind das "Datacenter High Availability Program" und der "Microsoft Reliability Service" (MRS). Die Dienste bauen auf den Best Practices des Datacenter Programs auf, das seit September 2000 verfügbar ist und mit OEM-Partnern entwickelt wurde. Sie bieten zertifizierte und vorgetestete Konfigurationen, die für Flexibilität, Zuverlässigkeit und schnelle Einführungszeiten sorgen sollen. Ausgebaut werden außerdem die Support-Möglichkeiten für Unternehmen. So stehen ihnen neben der direkten Unterstützung durch Microsoft auch die Support-Center der als "Gold Service Datacenter Service Provider" gekennzeichneten OEMs, Reseller und Systemintegratoren offen.

Dazu bietet Microsoft einen Rund-um-die-Uhr-Service für Rechenzentren. Im Rahmen der MRS werden die Ereignisdaten von Rechenzentrums-Servern überwacht und analysiert. Aus den Ergebnissen erhalten Kunden spezifische Reports über die Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit ihrer Systeme.

Weitere Verbesserungen verspricht Microsoft durch Änderungen am Betriebssystem. Unter anderem soll eine Überarbeitung des Treibermodells Ausfallzeiten vorbeugen. Dabei verhindert die "Windows Driver Protection", dass Gerätetreiber installiert werden, bei denen Probleme bekannt sind. Anwender sollen die Möglichkeit erhalten, statt der problematischen Systemdateien neuere Versionen einzuspielen. Sollten Treiber die Leistung des Servers reduzieren, stellt laut Microsoft ein automatischer "Driver Rollback" den Arbeitszustand des Betriebssystems her.

Weitere technologische Neuerungen umfassen zum Beispiel die Abkopplung von Anwendungsprozessen, so dass ein Anwendungsabsturz andere Prozesse nicht beeinträchtigt. Die Spiegelung von Datenspeichern soll eine schnellere Ausfallsicherung fehlertoleranter Systeme ermöglichen. Dazu gibt es neue Clustering-Funktionen und eine Wiederherstellung von Anwendungen für IIS 6.0 (Internet Information Services).

Laut Bill Veghte, Corporate Vice President des Geschäftsbereichs Windows Server, ist angestrebt, durch die getroffenen Maßnahmen die Ausfallzeiten von Windows Server 2003 im Vergleich zu Windows 2000 um 50 Prozent zu senken und damit eine Verfügbarkeit von 99,999 Prozent zu erreichen. Bei Tests von Microsoft mit Prerelease-Versionen ließen sich die Systemausfälle nach Angaben des Unternehmens um 40 Prozent senken. (lex)