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Hitachi und Mitsubishi gründen drittgrößten Chipkonzern

18.03.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die japanischen Elektronikkonzerne Hitachi und Mitsubishi Electric wollen ihr System-LSI-Geschäft (Large-scale Integrated) bis Anfang 2003 zusammenlegen. Durch diese Transaktion entstehe ein Unternehmen mit einem Jahresumsatz von rund 6,13 Milliarden Euro und damit der drittgrößte Halbleiterproduzent der Welt nach Intel und Toshiba, erklärte Hitachi-Chef Etsuhiko Shoyama am heutigen Montag in Tokio. Das Joint Venture, das voraussichtlich zu je 50 Prozent von den Gründern kontrolliert werden soll, wird einen eigenen Markennamen erhalten und gemeinsam neue LSI-Produkte entwickeln.

Hitachi und Mitsubishi Electric sehen in der Kooperation die einzige Möglichkeit, sich gegen die Konkurrenz aus China und Taiwan durchzusetzen. "Sie können sich nicht vorstellen, wie schwierig es ist, in der Halbleiterbranche zu überleben", sagte Mitsubishi-Electric-Chef Ichiro Taniguchi. "Langfristig gesehen hat das Chipgeschäft in der IT-Industrie Zukunft. Allerdings ist es riskant, hier alleine weiterzumachen." Hitachi und Mitsubishi unterhalten bereits eine Reihe von Partnerschaften wie unter anderem im Flash-Memory-Bereich und bei der Produktion von Fahrstühlen. (ka)