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Hitachi und Kyocera kündigen Massenentlassungen an

31.08.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die anhaltende Konjunkturflaute führt auch in Japan erneut zu Massenentlassungen: Der Elektronikkonzern Hitachi bestätigte heute kursierende Gerüchte über einen drohenden Stellenabbau (Computerwoche online berichtete) und gab bekannt, im Rahmen eines Notprogramms bis Ende März nächsten Jahres 14 700 Angestellten zu kündigen - 10 200 Mitarbeitern in Japan, den restlichen 4500 Beschäftigten im Ausland. Besonders betroffen von den Stellenstreichungen sind die Bereiche Halbleiter- und Display-Produktion. Gleichzeitig korrigierte das Unternehmen seine Prognosen für den Jahresumsatz von 73,2 Milliarden auf 65,7 Milliarden Dollar herunter. Statt 2,3 Millionen Dollar operativem Gewinn rechnet Hitachi jetzt nur noch mit einem ausgeglichenen Ergebnis, anstelle eines

Nettoprofits in Höhe von 750 000 Dollar erwarten die Japaner jetzt einen Netto-Fehlbetrag von 1,1 Millionen Dollar.

Auch der japanische Hersteller Kyocera plant, bis März 2002 rund 10 000 Stellen oder 20 Prozent seiner weltweiten Belegschaft zu entlassen. Die meisten Stellenstreichungen betreffen die Mobiltelefon-Sparte und die Bohrerproduktion in San Diego und South Carolina. Dagegen will das Unternehmen seine Produktion in China erweitern. Die Kündigungspläne folgen einer Gewinnwarnung in der vergangenen Woche. Dabei senkten die Japaner ihre Prognosen für das Finanzjahr (Ende: 31. März) um die Hälfte auf rund 420 Millionen Dollar und kündigten im Rahmen geplanter Entlassungen eine Abschreibung in Höhe von 58 Millionen Dollar an.