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Hitachi entwickelt superschnelle Bildersuchmaschine

27.07.2007
Von pte pte
Hitachi hat eine Suchtechnologie entwickelt, die Millionen von Bilder innerhalb einer Sekunde auf Ähnlichkeiten abgleichen kann. Wie das japanische IT-Portal TechOn berichtet, kann die Technologie zum Aufspüren von vergleichbarem Bildmaterial verwendet werden - eine Funktion, an der die etablierten Online-Suchmaschinen heute immer noch scheitern. Für die Analyse des Materials setzt Hitachi auf Vektortechnologien, die zur Bestimmung von Farb- und Umrisscharakteristika verwendet werden. Über die Analyse der Gesichtszüge können so etwa unterschiedliche Bilder ein und derselben Person auf der PC-Festplatte oder online gesucht und gefunden werden.

Die Innovation der Hitachi-Entwicklung bezieht sich auf die große Geschwindigkeit des Abgleichvorgangs. Um eine riesige Anzahl von Fotodateien schneller durchforsten zu können, werden die Bilder unmittelbar nach der Aufnahme in den Bildkatalog aufgrund der oben beschriebenen Merkmale in Clustern vorgruppiert. Wird die Suchabfrage mit einem ausgewählten Bild gestartet, wird dieses zunächst mit den Clustern abgeglichen. Findet die Technologie eine Übereinstimmung, werden die im Cluster zusammengefassten Bilder einzeln abgeglichen. Unterstützt wird der Vorgang durch eine spezielle Speichertechnologie, die ähnliches Bildmaterial von Anfang an in physischer Nähe auf der Harddisk abspeichert. Hitachi zufolge kann dadurch der Suchvorgang zusätzlich beschleunigt werden.

In welcher Form die Technologie in der Praxis zum Einsatz kommen könnte, bleibt indes abzuwarten. "Es gibt einige Unternehmen, die mit vektorbasierten Technologien in dieser Richtung aktiv sind", meint Jan Erik Solem, technischer Leiter und Erfinder der schwedischen Gesichtersuchmaschine Polar Rose http://www.polarrose.com , im pressetext-Gespräch. "Natürlich muss man auf die eigenen Algorithmen vertrauen können. Ob man letztendlich damit erfolgreich ist, hängt aber in erster Linie von der Applikation und dem angebotenen Service ab", so Solem. Wenn man in der Lage sei, der Öffentlichkeit eine nützliche und witzige Applikation zur Verfügung zu stellen, könne man es auch mit den großen Playern im Markt aufnehmen, zeigt sich Solem überzeugt. Der öffentliche Start der Gesichtersuchmaschine soll in den nächsten Monaten erfolgen. (pte)