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Hitachi Data Systems sieht Basel II als großen Wachstumstreiber

16.11.2005
Neue gesetzliche Vorschriften wie der Sarbanes-Oxley Act oder Basel II haben sich Hitachi Data Systems zufolge zu den größten Wachstumstreibern für die Hersteller von Datenspeicherprodukten entwickelt.

"Die EDV unterliegt damit der Rechnungsprüfung", sagte der CTO der Hitachi-Tochter , Hubert Yoshida, der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX auf der European Banking & Insurance Fair (EBIF). Dadurch sei die EDV - wie zuletzt anlässlich des Jahrtausendproblems (Y2K) - auch außerhalb der IT-Abteilungen wieder zum Thema geworden.

Die Menge der gespeicherten Daten wachse "im Schnitt irrationale 30 Prozent jährlich" und die dabei anfallenden Kosten hielten nicht mehr mit der Umsatzentwicklung Schritt. "Ohne das richtige Management gerät die Speicherung außer Kontrolle", sagte Yoshida.

Er sei aus den USA auf die Messe gekommen, um sich über die Bedürfnisse seiner Kunden, die von ihnen verwendeten Anwendungen und die neuen Vorschriften zu informieren. "Mit den IT-Leuten zu sprechen, reicht uns nicht", sagte Yoshida. "Wir wollen wissen, was die Endnutzer brauchen."

Sein Unternehmen sieht Yoshida für das kommende Jahr gut aufgestellt. Die IT-Budgets seien knapp bemessen und es gebe zahllose Unsicherheiten. "Wir haben mit New Orleans eine ganze Stadt verloren und der Immobilienmarkt beginnt verrückt zu spielen." Vor diesem Hintergrund verzeichne HDS eine sehr große Nachfrage nach Produkten, mit denen sich die Kosten der Datenspeicherung senken lassen.

"Die Festplattenpreise sind um rund 30 Prozent gesunken, aber das spiegelt sich in den Kosten für die Datenspeicherung oft nicht wider", sagte Yoshida. HDS wolle den Overhead beim Management der gespeicherten Daten verringern. (dpa/tc)