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Hitachi Consulting gründet Outsourcing-Bereich in Nordamerika

26.08.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Beratungssparte des japanischen Elektronikkonzern Hitachi bietet seit Montag auch in Nordamerika Outsourcing-Dienste an. Wie Hitachi Consulting (ehemals Experio) mitteilte, vermeidet die im texanischen Dallas ansässige Service-Division dabei jedoch den direkten Wettbewerb mit den Großen der Branche wie IBM, CSC, EDS oder HP, begnügt sich also mit den Krümeln, die diese übrig lassen: "Geht es um die komplette Auslagerung ihrer IT, haben unsere Kunden eine große Auswahl", erläutert Michael Travis, President von Hitachi Consulting. Was der Klientel fehle, sei eine echte Alternative beim Outsourcing bestimmter Anwendungen oder Geschäftsprozesse. Die Aufträge von mittelständischen Unternehmen seien häufig zu klein für die Big Player, überforderten jedoch Nischenanbieter. Diese Lücke will Hitachi nun füllen.

Im Heimatland Japan bietet Hitachi seit zwei Jahren Outsourcing-Dienste an und ist nach eigenen Angaben bereits zum Marktführer aufgestiegen. Gegenwärtig zählt der Konzern in Nippon 500 Outsourcing-Kunden, darunter die UFJ Bank mit einem Auftragsvolumen von rund zwei Milliarden Dollar.

Um für die besonderen Anforderungen der Kunden in den USA gerüstet zu sein, hat Hitachi Consulting im vergangen Jahr 375 ehemalige Mitarbeiter von Arthur Andersen übernommen. (mb)