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Web-Conferencing TNG?

Highfive bekommt schon vor dem Start 13,5 Millionen Dollar

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Shan Sinha hat offenbar Großes vor mit seinem Startup Highfive.

Sinha hatte 2008 das Collaboration-Startup Docverse mitgegründet, das 2010 für rund 25 Millionen Dollar von Google gekauft wurde. Docverse bildete eine der Grundlagen für Google Drive und brachte Sinha einen Management-Job im Google-Apps-Team. Mit Online Collaboration kennt sich der Mann also aus.

Seine Expertise und ein paar noch geheime Ideen habe Sinha nun genutzt, um ein besseres Videoconferencing- und Screensharing-Tool für das mobile Zeitalter zu entwickeln, berichtet "All Things Digital". Und obwohl seine Neugründung Highfive (vormals Parlay Labs) noch im Stealth Mode agiert, hat sie bereits 13,5 Millionen Dollar Wagniskapital von General Catalyst Partners, Andreessen Horowitz, Google Ventures sowie den Valley-Größen Marc Benioff (Salesforce.com), Drew Houston (Dropbox) und Aaron Levie (Box) bekommen.

Highfive - da haben wir doch gleich mal early access beantragt...
Highfive - da haben wir doch gleich mal early access beantragt...

Für Highfive arbeiten demnach bereits 25 Mitarbeiter, neben Mitgründer Jeremy Roy (ebenfalls früher Docverse) verschiedene frühere Mitarbeiter von Apple, Mozilla und Amazon. In zwei Wochen soll der Beta-Test beginnen und im kommenden Jahr soll Highfive allgemein verfügbar werden und laut Sinha "die Art und Weise neu denken, wie wir am Arbeitsplatz kommunizieren."

Vereinfachen will Highfive offenbar unter anderem den Aufbau einer Online-Konferenz. "Wir wissen doch alle, dass die erste Viertelstunde von jedem Meeting mit dem Verbindungsaufbau draufgeht", erklärte Sinha kürzlich in einem Interview. "Microsoft, Google und Cisco haben in diesem Bereich Produkte, aber der Frust ist überall der gleiche, egal mit wem man spricht."

Was genau Highfive anders machen will, kann man im Augenblick nur mutmaßen. "Wir haben Geräte, die wissen wer wir sind und wo wir sein sollten, und Cloud-Dienste die erkennen können, wer sich mit wem zu verbinden versucht", so Sinha. Eines steht jedenfalls fest: Die Lösung von Highfive ist von Grund auf für den Unternehmenseinsatz konzipiert und kein Consumer-Tool, das für Firmen angepasst wurde. Wir behalten Highfive im Auge und halten Sie über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden.