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High-Tech am Arbeitsplatz der Zukunft: Phantastische Aussichten

Thomas Fischer schreibt seit über 20 Jahren für unterschiedliche namhafte PC-Zeitschriften über IT-Themen sowie Business-Software, war beteiligt an der Entwicklung von Konzepten neuer IT-Magazine und arbeite mehrere Jahre in einem Verlag im Bereich Corporate Publishing. Sein Slogan ist: Technik einfach erklärt..
Science-Fiction Romane, Filme oder TV-Serien standen schon oft für moderne Technologien Pate – von Jules Verne bis zu Star Trek. Doch wie wird der technische Fortschritt den Arbeitsplatz der Zukunft verändern? Virtual Reality, neue Display-Techniken, Sprachsteuerung, künstliche Intelligenz und weitere Innovationen werden für die Mitarbeiter ein spannendes Arbeitsumfeld schaffen.

Die technische Ausstattung des Arbeitsplatzes in einem zukunftsfähigen Unternehmen ist stark von Entwicklungen im Bereich der IT geprägt. Viele neue Technologien sind derzeit in der Erprobungsphase und werden in den nächsten Jahren einen radikalen Wandel in der Gestaltung und Nutzung von Arbeitsumgebungen mit sich bringen.

Mit Blick in eine erweiterte Realität

Technologien rund um das Thema Virtual Reality haben in jüngster Zeit beachtenswerte Fortschritte gemacht, etwa in Form der Augmented Reality. Für die Zukunft wird ihr eine bedeutende Rolle in nahezu allen Bereichen der Arbeitswelt zugeschrieben, etwa in der Entwicklung, in der Industrie, im Baugewerbe oder für Testumgebungen. Manch einer erinnert sich sicherlich an die Star Trek TV-Serie, in der sich die Crew der Enterprise auf dem "Holodeck" entspannte, einem Raum, in dem eine beliebige Umwelt virtuell erzeugt wurde.

Im Unterschied zum Science-Fiction-Holodeck existieren bei Augmented Reality alle zu sehenden Gegenstände nur virtuell, sie sind nicht tatsächlich physisch vorhanden. Vielmehr werden über die vorhandene reale Welt virtuelle Objekte projiziert. Dafür ist jedoch eine spezielle Brille nötig wie die Microsoft HoloLens. Sie muss nicht zwingend an einem PC angeschlossen sein, es genügt auch die zugehörige Steuereinheit. Die HoloLens besteht aus einem transparenten Bildschirm, durch den man die reale Umwelt sieht. Die virtuellen Objekte erscheinen im Bildschirm eingeblendet. Für den Betrachter verschmelzen die virtuelle und reale Welt zu einer einzigen dreidimensionalen Welt. Über Bewegungs- und Lagesensoren erfolgt die Steuerung per Gestik oder per Kopfbewegung. Zudem wird der Blickwinkel der Augen erfasst und zur Steuerung genutzt.

Wie lässt sich nun Augmented Reality im Zusammenhang mit einer HoloLens für den Arbeitsplatz der Zukunft einsetzen? Entwickler können damit beispielsweise das Modell eines Prototyps virtuell verändern, erweitern oder unter verschiedenen Bedingungen testen. Architekten betrachten einen Rohbau mit Augmented Reality in unterschiedlichen zukünftigen Ansichten, Raumaufteilungen oder Einrichtungen. Die Anwendungspalette ist schier unendlich und unterstützt die Mitarbeiter dabei, kreativ innovative Produkte zu entwickeln.

Foto: Microsoft

Per Brille eintauchen in virtuelle Welten

Einen Schritt weiter als Augmented Reality geht Virtual Reality. Auch diese erfordert eine spezielle Brille, die jedoch im Unterschied zur HoloLens undurchsichtig ist. Sobald eine Person die Brille aufsetzt, ist für sie die reale Umgebung ausgeblendet. Es gibt verschiedene Modelle und Bauformen mit unterschiedlichem Bedienkomfort. Allen Brillen gemein ist, dass sie recht klobig sind und stark an eine Taucherbrille erinnern. Aber man "taucht" ja schließlich damit auch in eine andere Welt ein, von der realen in die virtuelle Welt. Das Prinzip dieser Brillen ist stets ähnlich. So befindet sich in der Brille ein Bildschirm. Bei ganz einfachen Modellen klemmt man beispielsweise einfach das Smartphone als Bildschirm vor die Brille. Die virtuelle Realität erzeugen dann entsprechende Programme, die auf dem Smartphone installiert werden müssen. Zugleich wird die Bewegungserkennung des Smartphones genutzt, um sich so in der virtuellen Welt zu bewegen.

Bei teureren und für professionelle Anwendungen geeigneten Brillen wie der Oculus Rift ist ein hochauflösender Bildschirm fest eingebaut. Dieser ist per Software vertikal in der Mitte zweigeteilt, so dass für jedes Auge des Betrachters ein entsprechendes Bild sichtbar ist. Das Gehirn setzt beide Bilder so zusammen, dass ein räumlicher Eindruck entsteht. Für die Fokussierung sorgt ein optisches Linsensystem, so dass trotz des nahen Bildschirms vor den Augen alle erzeugten Bilder für den Betrachter klar und scharf erscheinen. Per Schnittstelle ist die Brille per Kabel oder kabellos mit einem PC, einer Spiele-Konsole oder einem anderen Steuergerät verbunden.

Zur Navigation innerhalb der virtuellen Welt sind Bewegungs- und Lagesensoren in die Brille integriert. Für die Audioeffekte ist ein zudem ein integriertes Soundsystem vorhanden, damit der Betrachter auch akustisch mit der virtuellen Welt verbunden ist. Physisch befindet er sich zwar in der realen Welt. All seine Sinneseindrücke, Bewegungen und Reaktionen werden aber von dem beeinflusst, was sich für ihn in der virtuellen Welt vor seinem Auge auf dem Bildschirm der VR-Brille abspielt.

Auch wenn Virtual-Reality derzeit vor allem für Gaming und Spiele-Konsolen der Allgemeinheit bekannt ist, lässt sich diese Technik ähnlich wie die Augmented Reality auch sehr vielfältig für den Arbeitsplatz der Zukunft einsetzen. Beispiele sind hier am Computer entworfene Bauprojekte, die sich virtuell begehen lassen, oder geplante Fabriken, in deren Inneren die Produktionsanlagen bereits virtuell platziert und an die Versorgungssysteme und Lieferwege angeschlossen werden können. Im Automobilbau kann man sich per Virtual Reality schon in ein zukünftiges Auto hineinsetzen und damit virtuell fahren.

Innovative Displays

Doch auch in der realen Welt wird der technische Fortschritt die Arbeitsmittel am Arbeitsplatz der Zukunft verändern. In der Display-Entwicklung hat sich bereits viel getan. Moderne, energiesparende und hochauflösende LCD-Displays sind heute Standard, Touch-Displays setzen sich im Büroumfeld in Kombination mit den Touch-Funktionen der modernen Betriebssysteme von Apple und Microsoft zunehmend durch. Bald wird man am Arbeitsplatz der Zukunft keine Computermaus mehr finden.

Zu den innovativen Entwicklungen in der Display-Technologie zählen zudem transparente Bildschirme sowie Spiegel-Displays mit OLED-Technik (organische Leuchtdioden). Besitzen solche Displays darüber hinaus Sensoren, etwa 3D-Kameratechnik, ergeben sich in Kombination mit Augmented Reality sowohl im Privat- als auch im Business-Einsatz zahlreiche innovative Anwendungen.

Der PC als Gesprächspartner

Als die Science-Fiction-Serie Star Trek in den 1960er Jahren gedreht wurde, gab es zwar schon Computer, aber die Spracherkennung mit künstlicher Intelligenz für PCs war noch ein Traum. Heute ist das längst Realität: Siri, Cortana oder Google erkennen, wenn man sie gezielt anspricht, führen Befehle aus und antworten eigenständig auf bestimmte Fragen. Teilweise reagieren sie auch auf Mimik und Gesten. Sie verstehen bereits eine Menge verschiedener Sprachen und sogar einige Dialekte. Zwar ist noch nicht alles perfekt, aber am Arbeitsplatz der Zukunft werden Spracherkennung und KI-Systeme mit Sicherheit verstärkt Einzug halten.

Fazit

Den Arbeitsplatz der Zukunft prägt die IT mehr denn je. Viele neue Technologien stehen heute erst am Anfang und die Zukunft wird mit großer Wahrscheinlichkeit weitere technische Neuerungen bringen. Wie etwa holografische Konferenz-Systeme, erweiterte Sprach- und Gestensteuerung oder Erfindungen, die heute noch gar nicht vorstellbar sind. Innovative Entwicklungen bringen Unternehmen Vorteile im Wettbewerb, steigern die Produktivität und letztendlich auch den Gewinn. Ungeachtet der technologischen Weiterentwicklung dürfen Unternehmen aber nicht den Mitarbeiter aus dem Blick verlieren. Denn der demographische Wandel und der Fachkräftemangel werden entscheidende Faktoren im Wettstreit der Firmen um qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sein. Darum zählen für den Arbeitsplatz der Zukunft flexible Arbeitszeiten und Arbeitsmodelle, die optimale technische Ausstattung der Arbeitsplätze, soziale Faktoren und die Wertschätzung der Mitarbeiter mehr denn je.

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