Datentransferrate von 1200 MByte/s

HGST stellt Ultrastar-SSDs mit 12 Gb/s SAS vor

Christian Vilsbeck war viele Jahre lang als Senior Editor bei TecChannel tätig. Der Dipl.-Ing. (FH) der Elektrotechnik, Fachrichtung Mikroelektronik, blickt auf langjährige Erfahrungen im Umgang mit Mikroprozessoren zurück.
HGST, eine Tochter von Western Digital, stellt die ersten Solid State Disks mit der neuen Schnittstelle SAS 12 Gb/s vor. Die Enterprise-SSD-Serien Ultrastar SSD800MH, SSD800MM und SSD1000MR bieten Transferraten von bis zu 1200 MByte/s und 145.000 IOPS.

Die neuen 2,5-Zoll-SSD-Serien der Enterprise-Klasse nutzen erstmals das neue Interface SAS 12 Gb/s. Die Schnittstelle erlaubt gegenüber dem bisherigen SAS 6 Gb/s den doppelten Datendurchsatz. Mit den drei neuen Serien Ultrastar SSD800MH, SSD800MM und SSD1000MR von HGST sind speziell für den Enterprise-Einsatz wie beispielsweise Cloud Computing, Online-Banking oder Big Data-Analysen vorgesehen. Entsprechend bieten die SSD neben einer sehr hohen I/O-Performance auch eine hohe Zuverlässigkeit und Langlebigkeit, wie der Hersteller angibt.

Die neue Ultrastar SSD800MH liefert eine sequenzielle Leseleistung von bis zu 1200 MByte/s, die Schreibleistung wird mit maximal 750 MByte/s angegeben. Bei bisherigen SSDs mit SAS oder SATA 6 Gb/s sind maximal zirka 550 MByte/s sequenzielle Transferrate möglich. Die I/O-Leistung der SSD800MH beziffert HGST mit ebenfalls sehr hohen 145.000 IOPS beim zufälligen Lesen sowie 100.000 IOPS beim wahlfreien Schreiben. Zum Vergleich: Eine 2,5-Zoll-Enterprise-SAS-SSD wie die OCZ Talos 2 schafft 70.000 IOPS (Random Read 4k). HGST bietet die Ultrastar SSD800MH mit 200, 400 und 800 GByte Kapazität.

HGST Ultrastar SSD800MH: Die neue Enterprise-SSD im 2,5-Zoll-Format nutzt erstmals SAS 12 Gb/s als Schnittstelle. Damit erreicht die SSD laut Hersteller eine maximale sequenzielle Leserate von 1200 MByte/s.
HGST Ultrastar SSD800MH: Die neue Enterprise-SSD im 2,5-Zoll-Format nutzt erstmals SAS 12 Gb/s als Schnittstelle. Damit erreicht die SSD laut Hersteller eine maximale sequenzielle Leserate von 1200 MByte/s.
Foto: HGST

Bei der Ultrastar SSD800MM ist die Schreib-Performance etwas geringer. HGST gibt eine sequenzielle Schreibleistung von bis zu 700 MByte/s an (statt 750 MByte/s). Auch die Schreib-I/Os liegen mit 70.000 IOPS unterhalb der SSD800MH. Die Ultrastar 800MM gibt es ebenfalls mit 200, 400 oder 800 GByte Kapazität. Bei der dritten neuen Modellserie Ultrastar SSD1000MR liegt die sequenzielle Transferleistung ebenfalls bei 1200 MByte/s (Lesen) beziehungsweise 700 MByte/s (Schreiben). Während die Enterprise-SSD auch sehr hohe 145.000 IOPS beim Lesen ermöglicht, die Schreib-IOPS mit nur 20.000 angegeben. Bei den Kapazitäten bietet die Western-Digital-Tochter bei der Ultrastar SSD1000MR 250, 500 oder 1000 GByte an.

Neben der unterschiedlichen Performance und Kapazität diversifizieren sich die drei Serien in den spezifizierten Schreibvorgängen. Die "High Endurance" Ultrastar SSD800MH ist laut HGST auf hohe Lebensdauer ausgelegt. Entsprechend sollen die SSDs 25 vollständige Schreibvorgänge (komplette Kapazität) pro Tag über fünf Jahre ermöglichen. Bei der "Mainstream Endurance" Ultrastar SSD800MM spezifiziert HGST die Lebensdauer auf zehn vollständige Schreibvorgänge pro Tag über einen Zeitraum von fünf Jahren. Die Serie Ultrastar SSD1000MR "Read Intensive" ist mit zwei vollständigen Schreibvorgängen pro Tag (5 Jahre) primär auf eine leseintensive Szenarien ausgelegt.

Alle drei neuen Serien nutzen MLC-NANDs in 25-nm-Technologie und bieten eine MTBF von 2 Millionen Stunden. Außerdem verfügen die SSD über eine "Power-loss Data Management Technology". Dahinter verbirgt sich ein im Prinzip ein Kondensator, der bei Stromausfall dafür sorgt, dass alle Schreibvorgänge auf der SSD noch abgeschlossen werden. HGST lässt die neuen Enterprise-SSDs eigenen Angaben zufolge gerade bei ausgewählten OEMs zertifizieren. Der Vertrieb über die Distribution ist für Juni 2013 geplant.

Dieser Artikel basiert auf einem Beitrag der CW-Schwesterpublikation TecChannel. (mhr)