Heute entscheiden, morgen umsetzen

Karriere in der IT ist ihr Leib- und Magenthema - und das seit 18 Jahren. Langweilig? Nein, sie endeckt immer wieder neue Facetten in der IT-Arbeitswelt und in ihrem eigenen Job. Sie recherchiert, schreibt, redigiert, moderiert, plant und organisert.
Eine gute Software reicht nicht aus, um erfolgreich zu sein. Junge IT-Unternehmer wie Sirko Schneppe konzentrieren sich auf den Vertrieb und kooperieren mit anderen Gründern.

Als Sirko Schneppe und Sascha Sauer vor zwei Jahren ihre eigene Firma, die Ageto GmbH, gründeten, hatten sie eine Nische entdeckt: Noch hatte keiner der großen IT-Hersteller eine Software im Angebot, die die Warenwirtschaftssysteme der Unternehmen mit Online-Marktplätzen wie Ebay verbindet. Dabei können immer weniger Händler auf Ebay als zusätzlichen Vertriebskanal verzichten, dachte sich der Wirtschaftsinformatiker Schneppe.

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  • - mit welchen Strategien junge Softwarefirmen im Markt überleben können;

  • - wie sich Selbständige in einer Softwaregenossenschaft gegenseitig helfen.

Fünf Jahre lang arbeitete der heute 33-Jährige für Intershop in Jena, zuerst als Projekt-Manager, später als Leiter des Produkt-Managements und -Marketings. Schon während dieser Zeit dachte Schneppe daran, eine Software zu entwickeln, mit der sich Tausende von Artikeldaten auf Online-Marktplätze wie Ebay importieren lassen.

Telefonische Akquise kann ein harter Job sein

Sirko Schneppe, Ageto: "Natürlich muss man als Gründer auch finanzielle Einschränk-kungen in Kauf nehmen."
Sirko Schneppe, Ageto: "Natürlich muss man als Gründer auch finanzielle Einschränk-kungen in Kauf nehmen."

Doch die Softwareentwicklung stellte er zunächst zurück, als er zusammen mit seinem Intershop-Kollegen Sauer Ageto gründete: "Wir haben von Anfang an begriffen, dass der Vertrieb die Nummer eins ist. Der Erfolg auf unserer ersten Messe bestätigte diese Strategie." So haben die Ageto-Gründer ihre Website und Kundenbroschüren entworfen sowie versucht, möglichst viele Kunden für ihr Projekt zu begeistern - und sei es am Telefon. Telefonische Akquise kann ein harter Job sein, darum empfiehlt Schneppe allen Gründungswilligen, am besten schon vor der Gründung die ersten fünf potenziellen Kunden zu kennen.

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