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Herzlichen Glückwunsch Internet!

07.09.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Vor 30 Jahren haben Physiker erst zwei, dann vier Universitäten in Kalifornien und Utah miteinander vernetzt - damit war das Internet geboren. Das Projekt war aus einem Forschungsprogramm des US-Verteidigungsministeriums entstanden, bei dem die Experten ein Kommunikationsnetzwerk ohne Zentralcomputer schaffen sollten. Sie entwickelten ein Netzwerk von Computern, das auch bei einem Teilausfall noch funktionierte. 20 Jahre lang war das Internet ein Verbund teurer Großrechner, der vor allem von Forschern genutzt wurde. Dies änderte sich erst mit der Entwicklung des Hypertext-basierten Systems World Wide Web am europäischen Kernforschungszentrums CERN in Genf. Vorteil für den Anwender: Er braucht sich keine ellenlangen Server-Namen mehr zu merken, sondern klickt in einer grafischen, mittlerweile sogar multimedialen Oberfläche mit der Maus in einem Dokument lediglich den entsprechenden Verweis auf weitere Informationen an. Die Verbindung zu den entsprechenden Servern wird dann automatisch hergestellt. Seither kennt die Popularität des Internet keine Grenzen mehr. Allein in Deutschland gibt es schätzungsweise rund zehn Millionen Surfer - und ein Ende des Booms ist nicht abzusehen.