Micro Focus muss nachlegen

Heimlicher Bieterwettstreit um Borland

Alexander Freimark wechselte 2009 von der Redaktion der Computerwoche in die Freiberuflichkeit. Er schreibt für Medien und Unternehmen, sein Auftragsschwerpunkt liegt im Corporate Publishing. Dabei stehen technologische Innovationen im Fokus, aber auch der Wandel von Organisationen, Märkten und Menschen.
Hinter den Kulissen ist ein Kampf um Borland ausgebrochen. Micro Focus sieht sich mit anderen Bietern konfrontiert, der Preis ist stark gestiegen.

Micro Focus hat sein Angebot für die Softwarefirma Borland von ursprünglich einem Dollar auf inzwischen 1,50 Dollar pro Aktie angehoben. Damit steigt der Verkaufspreis von geplanten 75 Millionen auf rund 113 Millionen Dollar. Am 22. Mai war ein unbekannter Bieter eingestiegen, er hatte 1,20 Dollar pro Anteilschein offeriert. Das Angebot war am 15. Juni zurückgezogen worden. Zwischenzeitlich stieg ein neues Unternehmen in den Ring, weshalb Micro Focus auf 1,25 Dollar pro Aktie erhöhen musste. Borland empfiehlt seinen Anteilseignern, das jüngste Angebot zu akzeptieren.