HTML-Dokumente in Outlook

Heiler bringt COM-basierten Workflow-Aufsatz für Exchange

19.11.1998
MÜNCHEN (CW) - Zur Implementierung von Workflow-Anwendungen auf Basis von Exchange und Outlook sowie in Kombination mit Microsofts Internet- und SQL Server hat die Stuttgarter Firma Heiler Software das Programm "High Connect" auf den Markt gebracht.

Die Software läuft als COM-Komponente unter Windows NT und nutzt die Microsoft-Technik der Active Server Pages (ASP) für Datenbankzugriffe sowie zur Aufbereitung und Distribution von Dokumenten. Die Besonderheit der Lösung besteht darin, daß sie eine direkte Darstellung von Inhalten nach der Hypertext Markup Language (HTML) im E-Mail-Client von Outlook 98 ermöglicht. So können laut Hersteller auch komplexe Dokumente per Mail verschickt und betrachtet werden, ohne daß Dateianhänge in PDF, RTF oder anderen Formaten erforderlich sind. Die in HTML-Dokumenten eingebetteten Referenzen auf Grafikdateien (GIF, JPG), löst High Connect automatisch auf und fügt sie in die Vorlagen ein.

Um einen Workflow betreiben zu können, konvertiert das Produkt intern HTML in die Extensible Markup Language (XML). Über deren Tags lassen sich Anweisungen schreiben, mit denen die sogenannten Active Properties der ASPs gesteuert werden. Dies erlaubt dem Entwickler, innerhalb von Formularfeldern eines Dokuments die Schritte der Bearbeitungsvorgänge festzulegen. Als typische Anwendungsbeispiele nennt Heiler unter anderem die Antragsverfolgung, Kunden- und Außendienst-Informationssysteme, statistische und betriebswirtschaftliche Auswertungen sowie Marketing- und Vertriebssysteme.

Damit Anwender auch im Offline-Modus des Outlook-Clients arbeiten können, nutzt man die Replikations- und Synchronisations-Mechanismen von Exchange. Außerdem sind die Inhalte von Mails und Formularen in Datenbanken speicherbar, indem beispielsweise Datenbank-Trigger und -Prozeduren in die Workflow-Anweisungen eingebunden werden.

Die Integration der Software in Exchange erfolgt über ein Skript oder über ein natives Interface. Laut Hersteller kann der Aufruf einer ASP via High Connect auch von individuell erstellten Programmkomponenten aus erfolgen. Aufgrund der COM-Architektur sei es möglich, daß Drittsysteme den Workflow ereignis- oder zeitorientiert anstoßen. Der Aufruf ist dann nicht mehr an die Initialisierung durch das Versenden eines Anforderungsformulars gebunden.