Elliott Associates und Novell

Hedgefond will Novell kaufen

Jan-Bernd Meyer betreut als leitender Redakteur Sonderpublikationen und -projekte der COMPUTERWOCHE. Auch für die im Auftrag der Deutschen Messe AG publizierten "CeBIT News" ist Meyer zuständig. Inhaltlich betreut er darüber hinaus Hardware- und Green-IT- bzw. Nachhaltigkeitsthemen sowie alles was mit politischen Hintergründen in der ITK-Szene zu tun hat.   
Einer Medienmeldung aus den USA zufolge plant Elliott Associates LP, Novell komplett zu kaufen. Der Hedgefond hält bereits 8,5 Prozent an der Netzsoftwarefirma.

Insgesamt wolle sich Elliott den Deal 5,75 Dollar pro Aktie beziehungsweise rund 1,8 Milliarden Dollar kosten lassen, schreibt das "Wall Street Journal".

Ron Hovsepian, CEO von Novell, scheint in Verhandlungen über eine Komplettübernahme der Aktienanteile an Elliott Associates.
Ron Hovsepian, CEO von Novell, scheint in Verhandlungen über eine Komplettübernahme der Aktienanteile an Elliott Associates.

Novells Kurs explodierte nach der Ankündigung um 30 Prozent auf 6,15 Dollar, die Investoren erwarten also, dass das Elliott-Angebot nicht das letzte Wort war.

In einer Stellungnahme erklärte Elliott, Novell sei deutlich unterbewertet gewesen. Dies habe seinen Grund in der Diversifikation der Geschäftsausrichtung, die der Networking-Spezialist durch eine Reihe von Zukäufen versucht habe und die sich im Wesentlichen als nicht erfolgreich erwiesen hätten.

Der Hedgefond verwies ferner darauf, dass Novell aktuell über ein Barguthaben von einer Milliarde Dollar verfüge. Das entspreche 60 Prozent der Marktkapitalisierung des Unternehmens.

In einer kurzen Mitteilung auf der Homepage von Novell bestätigte das Unternehmen in einer knappen Notiz das Kaufangebot. (jm)