Software Defined Storage

HDS ebnet Weg in virtuelle Storage-Infrastruktur

Christian Vilsbeck war viele Jahre lang als Senior Editor bei TecChannel tätig. Der Dipl.-Ing. (FH) der Elektrotechnik, Fachrichtung Mikroelektronik, blickt auf langjährige Erfahrungen im Umgang mit Mikroprozessoren zurück.
Hitachi Data Systems stellt neue Technologien für die Virtualisierung der Speicherlandschaft in Rechenzentren vor. Grundlage für den Weg in ein Software Defined Data Center ist das neue Hitachi Storage Virtualization Operating System SVOS sowie die Virtual Storage Platform G1000.
Foto: Daniel Bader

Unter dem Slogan "Continuous Cloud Infrastructure" fährt Hitachi Data Systems seine Produktstrategie in Richtung Software Defined Data Center. Die Infrastruktur in einem Rechenzentrum ist zunehmend Software-getrieben, um flexibel auf Geschäftsanforderungen reagieren zu können. Dabei darf weder der Betrieb unterbrochen werden noch sollte es neue Anforderungen an die verfügbare Hardware geben.

Hitachi Storage Virtualization Operating System

Um diese Bedürfnisse besser bedienen zu können, hat HDS neue Produkte für die "unterbrechungsfreie" Cloud-Infrastruktur vorgestellt. Die Grundlage soll das neue Hitachi Storage Virtualization Operating System SVOS sein. Das Betriebssystem ist optimiert für die Virtualisierung der Speicherlandschaft. Mit SVOS will Hitachi den typischen Lebenszyklus von Enterprise-Storage verdoppeln - auf einen Nutzungszeitraum von rund sechs Jahren. Die Software spiele Hand in Hand mit der Servervirtualisierung in Rechenzentrum und soll diese laut HDS erweitern und vergrößern.

SDDC: Das neue Betriebssystem SVOS sowie das Storage-System G1000 bilden die Grundlage für Hitachis Weg in ein Software Defined Data Center.
SDDC: Das neue Betriebssystem SVOS sowie das Storage-System G1000 bilden die Grundlage für Hitachis Weg in ein Software Defined Data Center.
Foto: HDS

Mit dem SVOS lässt sich das gesamte Infrastruktur-Portfolio von Hitachi einbinden. Damit geht HDS stark in Richtung Software Defined Data Center SDDC. Wie Bob Plumridge, CTO EMEA bei HDS, im Gespräch mit TecChannel erläutert, wird die Storage-Infrastruktur künftig stark Software-getrieben sein. Die Intelligenz wandere zunehmend in die Software, die Hardware wird die kommenden Jahre mehr und mehr Commodity. Zu den Kernfunktionen des Hitachi Storage Virtualization Operating System zählen der optimierte Einsatz von Flash-Speicher, eine erweiterte Speichervirtualisierung, automatisches Tiering, die unterbrechungsfreie Datenmigration sowie eine neue native Active-Device-Funktionalität. Laut HDS ermöglicht das Active-Device-Feature "Active-Active-Fähigkeiten" über mehrere Systeme und Rechenzentren hinweg; ohne der Notwendigkeit einer Appliance.

Hitachi Virtual Storage Platform G1000

Die erste Plattform für das SVOS ist die Hitachi Virtual Storage Platform (VSP) G1000. Das Betriebssystem ist auf dem Speichersystem bereits vorinstalliert. Laut Bob Plumridge wird das SVOS auch die Grundlage für alle künftigen Speichersysteme von HDS sein. Auch eine Ausweitung des Betriebssystems auf Hitachis Computing-Plattformen sei in Zukunft durchaus denkbar, wie der CTO auf Nachfrage von TecChannel erläuterte.

HDS VSP G1000
HDS VSP G1000
Foto: HDS

Bei der G1000 handelt es sich um ein High-Performance-System. Wie HDS angibt, eignet sich das Speichersystem in einer kleinen Ausbaustufe aber auch für den Einstieg in die Block-basierte Speicherwelt - mit dem Potenzial einer weiten Skalierung. Die G1000 erreicht laut HDS einen Datendurchsatz von 3 Millionen IOPS. Die maximal nutzbare Bandbreite beziffert der Hersteller mit 48 GByte/s. Wird das G1000-System mit dem Network File System NFS genutzt, so liegt der Durchsatz bei 1,2 Millionen IOPS in Unified-Konfigurationen.

Die VSP G1000 eignet sich für hoch skalierbares Wachstum mit allen Arten von Daten. Das System lässt sich aber auch als Virtualisierungs-Controller ohne interne Kapazität nutzen, wie HDS angibt. Als Hitachi-NAS-Plattform kann die G1000 auch als Unified Storage System mit bis zu acht Node-Cluster genutzt werden. Eine enge Zusammenarbeit mit Hitachis strategischen Partnern wie Microsoft, VMware und SAP garantiere eine tiefe Integration von SVOS und der G1000 in die entsprechenden Ökosysteme.

"Als wachsendes Unternehmen in der Automobilindustrie benötigen wir flexible Lösungen, die mit unserer Geschäftsentwicklung skalieren können. Hitachi Data Systems bietet uns genau das - Lösungen, die die gesamte Bandbreite von ‚Scale Up‘, ‚Scale Out‘ und ‚Scale Deep‘ unterstützen", sagt Christoph Buchstätter, Manager Data Center Services bei Porsche Informatik. "Wir erhalten so eine Speicher-Infrastruktur, mit der wir in alle Dimensionen wachsen können. Die Management-Plattform hilft uns dabei, alle Arten von Daten effizient zu verwalten. Wir können uns so auf den erfolgreichen Ausbau unserer Geschäftsaktivitäten konzentrieren, ohne uns um die IT sorgen zu müssen."

Durch den hohen Grad der Virtualisierung sowie der geplanten "Data-in-Place-Upgrades" sollen Anwender die neuen HDS-Lösungen nicht nur länger nutzen können, auch soll Unternehmen der Schrecken und die Kosten vor ständigen Technologiewechseln genommen werden, wie der Hersteller erläutert. Mit seiner neuen Produktstrategie geht HDS somit voll in Richtung "Software Defined Data Center", den Rechenzentren der nächsten Generation.