Datenübertragung beim Online-Banking

HBCI - Sicherheit mit digitaler Signatur

Renate Oettinger ist Diplom-Kauffrau Dr. rer. pol. und arbeitet als freiberufliche Autorin, Lektorin und Textchefin in München. Ihre Fachbereiche sind Wirtschaft, Recht und IT.

Zu ihren Kunden zählen neben den IDG-Redaktionen CIO, Computerwoche, TecChannel und ChannelPartner auch Siemens, Daimler und HypoVereinsbank sowie die Verlage Campus, Springer und Wolters Kluwer.
Welche Vorzüge das Home-Banking-Computer-Interface (HBCI)-Verfahren bei Bankgeschäften hat, sagt der Bundesverband deutscher Banken.

Das Home-Banking-Computer-Interface-Verfahren, kurz HBCI, wurde von der deutschen Kreditwirtschaft entwickelt. HBCI bietet für die Bankgeschäfte von zu Hause einen einheitlichen Sicherheitsstandard und macht die Datenübertragung damit unabhängig vom offenen System Internet.

FinTS steht für "Financial Transaction Services" und ist die Weiterentwicklung des 1996 erstmals veröffentlichten HBCI-Standards. Ab der Version 3.0 von FinTS wird zusätzlich zu den schlüsselbasierten Sicherheitsverfahren auch das bewährte PIN-TAN-Verfahren als Legitimationsverfahren akzeptiert.

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FinTS unterstützt demnach zwei verschiedene Legitimationsverfahren. Zum einen das PIN-TAN-Verfahren - zum anderen können wie im bisherigen HBCI-Standard elektronische Signaturen, zum Beispiel auf Basis einer Chipkarte - genutzt werden. FinTS unterstützt ab der Version 3.0 im Rahmen des Legitimationsverfahrens HBCI ebenfalls die Banken-Signaturkarte, durch die rechtsverbindliche Unterschriften - auch außerhalb des Online Banking - ermöglicht werden. Bereits im Einsatz ist die elektronische Signatur bei Elster, der elektronischen Steuererklärung, die via Internet an das zuständige Finanzamt übermittelt werden kann.

Erledigen Bankkunden ihre Kontoführung vorwiegend von nur einem bestimmten Computer aus, der zum Beispiel zu Hause steht, sollten sie sich das HBCI-Vefahren bzw. dessen Weiterentwicklung FinTS (Financial Transaction Services) genauer anschauen.

Was bedeutet FinTS?

FinTS steht für Financial Transaction Services und ist die Weiterentwicklung des 1996 erstmals vom ZKA veröffentlichten Online-Banking-Standards Homebanking Computer Interface (HBCI). Damals wie heute ist das Ziel dieses Standards die Vereinheitlichung der Schnittstelle zwischen dem Bankkunden und einem oder mehreren Kreditinstituten. Ziel ist dabei die Multibankfähigkeit. Seit 2004 wurde mit der Version FinTS V4.0 der Standard komplett in XML spezifiziert.

FinTS wird damit kompatibel zu anderen internationalen Finanzdatenstandards und fügt sich homogen in moderne Rechenzentrumslandschaften ein. FinTS wird derzeit von mehr als 2.000 Kreditinstituten unterstützt. Namhafte Hersteller von Online-Banking-Software unterstützen den Standard, so dass der Kunde aus einer Vielzahl von Produkten wählen kann.

Quelle:

Bundesverband deutscher Banken, www.infos-finanzen.de