Hauptkonkurrenten sind Sybase und Oracle Datenbankanbieter fuehren Preiskampf bei der Middleware

07.10.1994

FRAMINGHAM (IDG) - Heiss umkaempft ist der Markt fuer Datenbank- Middleware. Vor allem im Gateway-Geschaeft zeichnet sich derzeit ein Preiskampf zwischen den Anbietern Oracle und Sybase ab. Die Analysten der Forrester Research Inc., Cambridge, Massachusetts, prognostizieren in diesem Bereich bis 1997 einen Umsatz von einer Milliarde Dollar.

Bei dem derzeitigen Marktgerangel geht es derzeit weniger um moderne objektorientierte Middleware-Technik als um Gateways, mit denen Mainframer ihre Datenhaltungssysteme an Client-Server- Produkte anbinden koennen. Viele Anwender wollen erst dann auf kleinere Systeme umsteigen, wenn gesichert ist, dass sie auch von Unix aus auf ihre Grossrechnerdaten zugreifen koennen.

Eine besonders guenstige Ausgangsposition beim Wettlauf um Marktanteile raeumt die IDG-Schwesterpublikation "Computerworld" dem Datenbankanbieter Sybase ein. Das Unternehmen hat sich im April dieses Jahres mit Micro Decisionware ein auf diesen Bereich spezialisiertes Unternehmen gekauft.

Als Hauptkonkurrent gilt derzeit die Oracle Corp., die sich im Schnittstellen-Bereich mit der Information Builders Inc. (IBI) zusammengetan hat, deren EDA/SQL-Werkzeug den Zugriff auf fast alle relationalen und nichtrelationalen Datenbanksysteme ermoeglicht. Mit IBI arbeitet aber auch der Mitbewerber Informix zusammen.

Aus Anwendersicht ist die Situation alles andere als einfach. Fuer die User ist noch keineswegs klar, mit welchem Produkt welche Manframe-Daten auf welche Weise zugaenglich gemacht werden koennen. Und allgemein gilt der Stossseufzer von Becky Henderson, Datenbankadministratorin bei The Associated Group in Indianapolis: "Middleware verschafft Zugriff auf unsere Daten; einfach ist das aber keineswegs."

Die Versicherung hat sich eben erst entschlossen eine Oracle- Datenbank zugunsten von Sybase Omni-SQL-Gateway auszumustern. Neben den technischen Schwierigkeiten standen dem Projekt auch die hohen Kosten im Wege. Dieses Hindernis ist nun aber ausgeraeumt, nachdem Sybase den urspruenglichen Preis von 250 000 Dollar eigenen Angaben zufolge um mehr als die Haelfte gesenkt hat.