Softwarekauf

Harte Fakten sind gefragt

Sabine Prehl ist freie Journalistin und lebt in München.
Bei der Beschaffung von Software achten Unternehmen vor allem auf den wirtschaftlichen Nutzen der jeweiligen Anwendung.

Bei der wirtschaftlichen Bewertung einer Software achten Anwender vor allem auf "harte Fakten", also direkt quantifizierbare Größen, mit denen sich der Einfluss der Software auf den Erfolg des Unternehmens nachweisen lässt. Das ergab eine aktuelle Umfrage der Experton Group unter 117 Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern: 56 Prozent der Befragten gaben an, ihre Kaufentscheidung ausschließlich am direkten wirtschaftlichen Nutzen der jeweiligen Anwendung auszurichten.

Der Fokus auf harte Fakten gewinnt vor allem in wirtschaftlich schwierigen Zeiten an Bedeutung und wirkt sich auch auf den Markt aus: Lauf Experton werden die Anwenderunternehmen in Deutschland 2010 voraussichtlich 22,5 Milliarden Euro in Software investieren. Das ist etwa ein halbes Prozent weniger als im laufenden Jahr. Dabei entwickelt sich die Nachfrage unterschiedlich: Ausgaben für System- und systemnahe Software gehen mit wenigen Ausnahmen - etwa dem Storage-Management - in den kommenden Jahren zurück. Dafür steigen die Investitionen in kundengerichtete Anwendungen - vor allem in E-Procurement und CRM (Customer Relationship Management). Diese Bereiche sollen im nächsten Jahr um 2,3 beziehungsweise 1,8 Prozent zulegen. Für 2011 erwarten die Experten sogar ein Wachstum von 4,1 beziehungsweise 3,4 Prozent. Auch in Collaboration-Lösungen sowie in das Finden und Managen von Informationen (Search, Content-Management, Business Intelligence) werde weiter investiert.