Hardware-Schmieden dringen in SW-Domäne vor

22.03.1985

ZÜRICH (CW) - Mit einem Wachstum von gut 20 Prozent im Jahr können die Schweizer Softwareunternehmen bei ihrer Umsatzplanung rechnen. Nach einer Studie der Schweizerischen Bankgesellschaft aus Zürich beläuft sich der Umsatzwert in diesem Marktsegment für 1984 auf gut drei Milliarden Franken.

Der Löwenanteil an diesem Wert de allerdings von betriebsinternen Rechenzentren, insbesondere bei Banken und Versicherungen, erwirtschaftet.

Nur ein Sechstel dieser Gesamtwertschöpfung kommerzialisierten die Eidgenossen. In der Schweiz zeichnet sich nach Aussage dieser Studie langfristig aber auch eine Umstrukturierung des Marktes ab. Auf Grund eines harten Konkurrenzdrucks und sinkender Margen im Softwareerstellungsbereich dringen die Hardware-Manufakturen immer starker in den Beratungssektor ein.

Der Anteil der Hardware-Hersteller am gesamten Dienstleistungsbereich hat nach Angaben dieser Studie bereits 39 Prozent erreicht. Spezialisierte Software-Manufakturen lieferten auf fremde Rechnung für 110 Millionen Pranken Software- zusätzlich setzten sie gut 300 Millionen im Bereich der Beratung um.

Die Autoren des Exposés gehen für das laufende Jahr davon aus, daß sich dieser Wert auf rund 800 Millionen Franken erhöhen wird.