Ein Jahr iPhone-Apps

Happy Birthday, iTunes App Store!!

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Apple feiert ein Jahr App Store - mit mehr als einer Milliarde Downloads und über 50.000 verfügbaren Anwendungen für iPhone und iPod Touch.

Kaum jemand hätte gedacht, dass der Bereich so einschlagen wird, als Apple am 11. Juli 2008 den iTunes Store um eine Rubrik mit Programmen für das iPhone und den iPod Touch erweiterte. Ein Jahr und über eine Milliarde Downloads später sieht die Sache anders aus - mit seiner Mischung aus praktischen, originellen und zum Großteil kostenlosen Applikationen trägt der App Store stark zur Attraktivität des Kult-Handys bei.

Der Erfolg des iTunes App Store ist aber nicht nur anhand der bloßen Zahlen überwältigend. Er hat auch dazu geführt, dass inzwischen fast jeder Hersteller von Smartphone-Betriebssystemen das Konzept einer Plattform, auf der Nutzer auf einfachste Weise Software von Drittanbietern kaufen und auf sein Gerät laden kann, kopiert. So gaben in den vergangenen zwölf Monaten der Blackberry-Anbieter Research in Motion (RIM), Microsoft (Windows Mobile), Google (Android), Nokia (Symbian) und Palm (webOS) Pläne für einen eigenen Marktplatz bekannt. Bislang wurden die mobilen Download-Stores jedoch nur teilweise verwirklicht: Der "Windows Marketplace for Mobile" öffnet frühestens mit Windows Mobile 6.5, auch die Blackberry Appworld hat zumindest hierzulande noch Startschwierigkeiten, während Nokias Ovi Store zwar läuft, aber noch mit technischen Problemen zu kämpfen hat. Den besten Eindruck hinterlässt derzeit noch der nur auf den Endgeräten abrufbare "Android Market" von Google. Der Internet-Riese hatte vorgearbeitet und mit dem Entwicklerwettbewerb Android Developer Challenge dafür gesorgt, dass bereits zum Launch des T-Mobile G1 interessante Apps bereitstanden.