Handysparte reißt Motorola weiter ins Minus

25.04.2008
Motorola steckt weiterhin in der Krise: Sinkende Umsätze führten im 1. Quartal zu einem Anstieg der Verluste, vor allem das schwache Mobilfunkgeschäft wirkte sich negativ auf die Geschäftsentwicklung aus. Dabei ist das Problem hausgemacht. Die einseitige Produktlinie langweilt den Markt, die Verbraucher setzen stattdessen auf die Konkurrenz.

Motorola konnte sich auch im 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres nicht aus der Abwärtsspirale befreien. Vor allem der verlustreiche Mobilfunkbereich macht dem US-Unternehmen zu schaffen. Wie Motorola am Donnerstagabend mitteilte, erzielte es zwischen Januar und März einen Umsatz von 7,448 Milliarden US-Dollar (4,724 Milliarden Euro), ein Jahr zuvor waren es noch 9,433 Milliarden US-Dollar. Zwar wurde der operative Verlust von 366 auf 269 Millionen US-Dollar verringert, der Nettoverlust legte binnen Jahresfrist aber von 181 auf 194 Millionen US-Dollar zu.

Seit über einem Jahr befindet sich Motorolas Handysparte auf Talfahrt, die auch im letzten Quartal nicht gestoppt wurde. Der Bereich Mobile Devices erzielte einen Umsatz in Höhe von 3,3 Milliarden US-Dollar, ein Rückgang von 39 Prozent im Jahresvergleich. Der operative Verlust legte von 233 auf 418 Millionen US-Dollar zu, insgesamt verkauften die Amerikaner rund 27,4 Millionen Mobiltelefone. Auch der Verkaufsstart der Modelle ROKR U9 music, MOTO Z9 und weiterer W-Geräte für den Einsteigermarkt änderte nichts an der negativen Entwicklung.

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