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Handys werfen bunte Bilder an die Wand

13.02.2008
Von Handelsblatt 
Wie es aussieht werden in diesem Jahr tatsächlich die ersten Handys mit eingebautem Beamer auf den Markt kommen. Nach 3M im Januar hat nun auch Texas Instruments einen Prototypen eines Handys mit einem digitalen Projektor präsentiert.

hsn DÜSSELDORF. Auf der Mobilfunk-Messe in Barcelona hat der US-Elektronikzulieferer einen Projektor gezeigt, der Bilder aus einer Seite des Handys ausstrahlt. Die Auflösung sei bis zur Größe des DIN A3-Formats recht gut gewesen, heißt es. Der Projektor läuft mit der von Texas Instruments entwickelten DLP-Technologie, bei der das Bild mit Hilfe mikroskopisch kleiner Spiegel auf einem Halbleiter-Chip erzeugt wird. Texas Instruments war es zuletzt gelungen, die DLP-Chips drastisch zu verkleinern.

Die Technik werde in der zweiten Jahreshälfte auf den Markt kommen. Angaben dazu, wann tatsächlich Handys mit eingebautem DLP-Projektor auf den Markt kommen und wie viel sie kosten könnten, machte Texas Instruments beim Mobile World Congress in Barcelona allerdings nicht. Das sei Sache der Gerätehersteller, so der US-Hersteller.

Das US-Technologieunternehmen 3M hatte auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas ebenfalls einen Mini-Projektor für mobile Geräte vorgestellt. Der kompakte, nur etwa ein Zentimeter dicke Mini-Beamer von 3M projiziert Bilder mit VGA-Auflösung (640 mal 480 Bildpunkten). Die maximal mögliche Bilddiagonale wird von den Entwicklern mit 40 Zoll (102 Zentimetern) und mehr angegeben.

Als Lichtquelle werden Leuchtdioden (LEDs) eingesetzt. Das amerikanische Unternehmen setzt auf die sogenannte LCOS-Technik (Liquid Crystal on Silicon), die mit einer 3M-eigenen LED-Technik kombiniert wurde. Das Unternehmen kündigte an, zusammen mit Partnern noch im Laufe des Jahres erste Produkte auf den Markt zu bringen.