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Handyfotos: Frauen knipsen am meisten

02.10.2007
Von pte pte
Das Fotografieren mit dem Handy erfreut sich rasant steigender Beliebtheit - insbesondere bei den Frauen. Das hat eine aktuelle Studie des Mobile Imaging und Printing Konsortiums (MIPC) in Japan ergeben.

Demnach knipst mehr als die Hälfte der Befragten mehrmals pro Woche Fotos mit dem Handy. Bei den weiblichen Highschool-Schülern gaben immerhin 20 Prozent an, täglich Handyfotos zu schießen, berichtet das Branchenportal Cellular News. Fast 40 Prozent würden laut Studie ihre am Handy gespeicherten Fotos auch ausdrucken. Die Bereitschaft dazu war insbesondere bei Hausfrauen, Teilzeitarbeiterinnen mit Kindern oder Frauen mit Enkeln überdurchschnittlich hoch. Die Experten nehmen an, dass sich die Druckrate der Handyfotos steigern ließe, wenn die User besser darüber Bescheid wüssten, wie sich die Auflösung der Fotos verbessern lässt. Viele Hobbyfotografen seien unzufrieden mit der Druckqualität ihrer Schnappschüsse, wenn sie dafür die Formate "Standby Display" oder "VGA" nutzen würden.

Auch am deutschen Markt nimmt die Zahl der Ausdrucke von digitalen Fotos - dazu gehören mit dem Handy oder der Digitalkamera geschossene Aufnahmen - zu. Inzwischen werde die millionenfache Zahl an Klicks nicht mehr nur gespeichert, sondern zunehmend wieder zu Papier gebracht, heißt es beim Photoindustrie-Verband auf Anfrage von pressetext. Im Jahr 2007 sollen in Deutschland wieder rund fünf Milliarden Farbpapier-Bilder gefertigt werden. Die Rückgänge aus der analogen Photographie konnten inzwischen weitgehend kompensiert werden.

Dem japanischen MIPC zufolge hat sich auch beim Konkurrenzkampf zwischen dem Fotografieren mit Digital- und Handykamera eine unterschiedliche Nutzerstruktur herauskristallisiert. Laut Studie nutzen 42 Prozent der befragten User eine Digitalkamera für wichtige Fotos von speziellen Anlässen oder großen Veranstaltungen. Die Handykamera kommt demnach vor allem bei Schnappschüssen zum Einsatz. (pte)