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Handy-Wurm Cabir wird virulenter

29.12.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach Angaben von F-Secure sind neue Varianten des Handy-Virus "Cabir" aufgetaucht. Diese können sich schneller zwischen angreifbaren Geräten verbreiten als ihre Vorgänger. Cabir.H und Cabir.I verbreiten sich über eine als Sicherheits-Utility getarnten Installer für das Symbian-Betriebssystem (Dateiendung .SIS). Wird dieser ausgeführt, erscheint auf dem Handy-Display das Wort "Velasco" und das Betriebssystem wird so verändert, dass der Wurm bei jedem Einschalten startet.

Anschließend sucht der Wurm über Bluetooth nach erreichbaren Geräten und verschickt die Datei "VELASCO.SIS" an diese. Er löscht zwar auf infizierten Geräten keine Dateien, blockiert aber andere Bluetooth-Verbindungen und braucht rasch die Akkuladung auf. Um infiziert zu werden, müssen Handys verwundbare Versionen der Nokia-Oberfläche "Series 60" besitzen und ihr Bluetooth auf "sichtbar" eingestellt haben.

F-Secure sorgt sich angesichts der Ähnlichkeiten zwischen Cabir.A und den neuen Varianten, dass der Cabir-Quellcode womöglich im Netz kursiert und bald neue, noch gefährlichere Varianten des Wurms nach sich ziehen könnte. In freier Wildbahn wurden Cabir.H und Cabir.I jedoch noch nicht gesichtet. Die meisten Antiviren-Softwarehersteller bieten inzwischen auch Produkte für Smartphones an, die die Cabir-Varianten entdecken sollten. (tc)