Handy-Tickets: einheitliches System für Regionalverkehr geplant

26.08.2006
Regionale Verkehrsunternehmen wollen dem Beispiel der deutschen Bahn in Sachen Handy-Fahrscheine folgen. BITKOM fand heraus: Bis zum Jahresende werden in jeder zweiten deutschen Großstadt Handyfahrscheine auch für Busse oder Straßenbahnen verfügbar sein.

Nicht nur die Deutsche Bahn hat die Zeit des Handy-Fahrscheins erkannt. Während sich Bahnfahrer seit gestern Fahrscheine ohne Umweg auf ihr Handy bestellen können, planen bereits viele regionale Verkehrsbetriebe ähnliche Projekte.

Wie eine Umfrage des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) ergeben hat, werden bis zum Jahresende Handy-Fahrkarten in jeder zweiten der 15 größten Städte Deutschlands auch für Busse und Straßenbahnen zur Verfügung stehen. Dazu zählen unter anderem Köln, Frankfurt, Hamburg, Essen und Düsseldorf.

"Handy-Fahrscheine werden das Leben einfacher machen", sagte BITKOM-Vizepräsident Jörg Menno Harms. Die Suche nach Kleingeld oder dem richtigen Tarif am Automaten entfällt. Mobile Tickets sparen damit Zeit und bieten mehr Komfort. Auch die Kunden scheinen vom so genannten Handy-Ticketing überzeugt. So verkaufen die Kölner Verkehrsbetriebe, die diese Technologie bereits seit längerem nutzen, knapp 200.000 Handy-Fahrscheine pro Jahr. Dabei hat sich gezeigt, dass nicht nur junge Menschen vom neuen Medium Gebrauch machen. Zum Kundenstamm gehören auch viele ältere Menschen.

Harms dazu: "Deutsche Unternehmen und Forschungseinrichtungen haben in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von Anwendungen entwickelt, die das Bezahlen von Fahrkarten mit dem Mobiltelefon ermöglichen. Das ist eine Zukunftstechnologie, der Inlandsmarkt läuft und jetzt müssen wir daraus Exporterfolge machen".

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