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Handy-Sparte bereitet Ericsson Bauchschmerzen

20.10.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Mobiltelefongeschäft von Ericsson machte im dritten Geschäftsquartal einen operativen Verlust von 462 Millionen Dollar und soll im vierten Quartal sogar mit 1,14 Milliarden Dollar in die roten Zahlen rutschen. Der schwedische Hersteller begründete die enttäuschenden Zahlen in diesem Segment, das weniger als ein Viertel seines Umsatzes generiert, unter anderem mit Restrukturierungsprozessen, Komponentenmangel und sinkenden Preisen.

Der Nettogewinn von Ericsson insgesamt kletterte jedoch im dritten Geschäftsquartal von 294 auf 493 Millionen Dollar. Der Umsatz legte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 37 Prozent auf rund 7,6 Milliarden Dollar zu.

Ericsson will seine schwedische und US-amerikanische Mobiltelefon-Produktion nun nach Asien, Osteuropa und Südamerika verlagern, um in den frei werdenden Fabriken Kapazitäten für das lukrative Geschäft mit Netzwerkequipment zu machen. In diesem Zusammenhang verkündete das in Stockholm ansässige Unternehmen einen 1,34 Milliarden Dollar schweren Auftrag von Mobilcom, in dem es um die Einrichtung des UMTS-Netzes für die Deutschen geht.